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Frodok
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Conradi, Hermann: Adam Mensch. (german) V1. 18 Aug 2013

Hermann Conradi (12. Juli 1862 in Jeßnitz (Anhalt) – 8. März 1890 in Würzburg) war ein deutscher Schriftsteller des Naturalismus.

Hermann Conradi wurde als Sohn eines Kleinunternehmers in Jeßnitz geboren. Er war ein exaltiertes Kind, das häufig an Krankheiten litt und mehrmals die Schule wechselte. 1876 besuchte er das Gymnasium in Dessau, 1879 ging er auf das Gymnasium zum Kloster "Unser lieben Frauen" in Magdeburg, das er mit dem Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis verließ. Schon in der Schulzeit gründete er den literarischen Verein "Bund der Lebendigen", dem auch Johannes Schlaf angehörte. Eine danach begonnene Buchhändlerlehre brach er nach kurzer Zeit ab.

In Berlin studierte er ab 1884 Philosophie und Literatur. Hier schloss er sich dem Literaturkreis um die Brüder Hart an und verfasste zu der von Wilhelm Arent 1885 herausgegebenen Anthologie "Moderne Dichter-Charaktere" eine programmatische Vorrede ("Unser Credo"), die in Literaturkreisen wegen ihrer Radikalität Aufsehen erregte. Von ständigen Geldsorgen bedrängt, versuchte er sich in Neunkirchen als Redakteur der Saar- und Blieszeitung, gab die Stelle aber nach kurzer Zeit wieder auf.

Hierauf zog er nach Leipzig, wo zu seinen näheren Bekannten Adolf Bartels und Otto Erich Hartleben zählten. Hier erschienen 1887 sein Lyrikband "Lieder eines Sünders" sowie sein erster Roman "Phrasen", in dem er seine Leipziger Bekannten schildert, was ihm viele, die sich wiedererkannten, verübelten. Ebenfalls 1887 vollendete er den Roman "Adam Mensch", der aber wegen Differenzen mit seinem Verleger erst zwei Jahre später erschien. Conradi ging nach München, seine finanziellen Verhältnisse und seine Gesundheit (Asthma) verschlechterten sich derart, dass er sich in die Obhut der Familie eines Freundes in Lockwitz begab. 1889 hielt er sich erneut in Leipzig auf, wo sein Roman "Adam Mensch" erschien, gegen den sogleich die Staatsanwaltschaft wegen "unsittlicher und gotteslästerlicher" Stellen Ermittlungen einleitete. Conradi zog anschließend nach Würzburg. Hier arbeitete er an einer Dissertation und an einem neuen Roman ("Ein moderner Erlöser"). Unverhofft an einer Lungenentzündung erkrankt, starb er im Alter von 27 Jahren. Sein Nachlass kam in die Landesbibliothek Dessau. (aus Wikipedia)

Adam Mensch. Roman. Erstdruck 1889 in Leipzig bei Friedrich.

Literarische Konventionen sprengte Conradi durch seine Psychogramme überreizter Individuen wie durch die Intensität seines in Dialogform umgesetzten Erzählens.
Auch in seinen Romanen "Phrasen" (Lpz. 1887) und "Adam Mensch" (Lpz. 1889) versuchte er – wohl z. T. autobiographisch – die Zerrissenheit u. Krankhaftigkeit extremer Individualität festzuhalten. Die etwas amorphen Hauptfiguren v. a. des zweiten Romans sind an der Schwelle von Fortschrittsglauben u. Dekadenz, von Realismus u. Neuromantik stehende Übergangsgestalten, die aus der Negation leben. In Conradis Darstellung des Untergangs dieser entwurzelten, sensiblen Existenzen wird die Verlogenheit der Epoche heftig angeprangert. Die fieberhaft erregte, zwischen Genialität u. Haltlosigkeit schwankende Manier dieser Romane erinnert eher an Nietzsche als an die am naturwissenschaftlichen Denken orientierten Zeitgenossen Conradis. (aus Killy Literaturlexikon)

Quote:
»Woher ich das Geld habe –? Hm!« – jetzt erfolgte eine letzte, kurze Pause, dann stieß er tonlos, stockend, doch zugleich mit sehr forcirter Bestimmtheit heraus: »Nun! von meiner – Braut –«

Aber wie um eine unmittelbare Antwort Hedwigs zu verhindern oder doch in irgend einer Weise abzuschwächen, erläuterte er hastig: »– das heißt – das heißt – vorher – ehe – das kam natürlich so – –«

»Von wem –?« fragte Emmy unwillkürlich und sah Adam erschrocken an. Der war froh, daß er durch Emmys Zwischenfrage wenigstens äußerlich einen anderen Partner, zu dem er sprechen konnte, bekommen hatte – war froh, daß die Auseinandersetzung nicht unmittelbar zwischen ihm und Hedwig stattzufinden brauchte. Eine gewisse Rücksicht, zu der er sich Hedwig gegenüber immerhin unwillkürlich hätte bequemen müssen, durfte er nun fallen lassen. Und das war ihm sehr lieb. Denn der barsche, ungeschlachte, rauhbeinig-rücksichtslose Ton, den er anschlagen wollte, verdeckte viel besser sein inneres Widerstreben, seine innere Zaghaftigkeit, die er trotz aller Anstrengung nicht loszuwerden vermochte.

»Von meiner Braut, wenn Sie nichts dagegen haben, mein Fräulein –!« wiederholte also Adam laut, trotzig. Er sah dabei Emmy herausfordernd an und stellte sich, als bemerkte und fühlte er den Blick trostlosen Entsetzens nicht, mit dem Hedwig ihn anstarrte.
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