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brucewelch
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Schücking, Levin: Ein Schloß am Meer. V1 [German] 29.12.2021

"Ein Schloß am Meer" (1843, 2 Bde, 249 & 290 Seiten) ist der erste selbständig veröffentlichte Roman von Levin Schücking, und er zeigt bereits alle Merkmale seines gesamten Romanschaffens: intrigenreiche Abenteuerlichkeit mit kriminalistischen Spannungsmomenten, und zwischendurch darf auch ’mal herzhaft philosophiert werden.

Spoiler:
Schücking war damals bereits 29 Jahre alt, und zumindest in selbständigen Veröffentlichungen war er bisher nur durch zwei Sachbücher hervorgetreten (Das malerische und romantische Westphalen, 1841, zusammen mit Ferdinand Freiligrath; Der Dom zu Köln und seine Vollendung, 1842.) In demselben Jahr 1843 war jedoch zuvor, freilich nicht als selbständige Veröffentlichung, sein Debüt-Roman "Das Stiftsfräulein" erschienen (in dem Sammelband "Dombausteine", der bestimmt war "als Beitrag zum Ausbau des Kölner Domes", wie die Titelseite verrät); dieser Roman, 1846 als selbständige Publikation unter dem Titel "Eine dunkle That" neu veröffentlicht, ist, wie der bedeutende Schriftsteller, Herausgeber und Literaturkritiker Kurt Pinthus in seiner Doktorarbeit (Die Romane Levin Schückings. 1911) nachgewiesen hat, unter entscheidender Mitarbeit von Schückings Ziehmutter Annette von Droste-Hülshoff entstanden.
Beim vorliegenden Roman ist jedoch nach Pinthus Annettes Einfluss eher gering; er hatte sich ihm nach seiner Verheiratung mit Louise von Gall (Oktober 1843) spürbar entzogen.

Pinthus schreibt über den Roman "Das Schloß am Meer" (S.44f.):

Wieder hat er manche persönlichen Erinnerungen eingeflochten, besonders solche an seine Jugendzeit während eines Besuches bei dem wunderlichen, einsiedlerischen Großvater in Münster, von dem er in den »Lebenserinnerungen« erzählt. Er führt uns das Hauswesen des merkwürdigen Mannes getreulich vor, und wie schon dem alten Driesch in der »Dunklen Tat«, so gibt Schücking auch diesem Sonderling die Eigenschaft der Furcht vor dem Tode. Eine Episode spielt am Mondsee selbst, wo Schücking den Winter 1842/43 verbrachte. Der Baron von Ungern-Sternberg, dem Schücking ein Exemplar des Werkes übersandte, versichert ihm in einem [unveröffentlichtenJ Briefe: »Die Fabel Ihres Romans ›mißbräuchliche Ausübung des Strandrechts‹ ist ein Faktum, das sich im Bereich meiner Familie unter einem meiner Vorfahren ereignet hat.« Annette kennt zwei Bearbeitungen dieses Stoffes, davon ist eine von Kotzebue [»Das Strandrecht«]. Das Werk ist eine Art Bildungsroman, der Held Paul aus Münster macht »le grand tour« und wird in die ungeheuerlichsten Geschehnisse hineingezogen. Die Darstellung zerfällt in einzelne fein ausgearbeitete Bilder, die uns nach Münster, an die Nordsee, ins Salzburgische, an den Rhein führen und nur durch die Fäden einer sehr unwahrscheinlichen Intrige und die gewagtesten technischen Mittel zusammengehalten werden. In diesem Roman will der Autor all sein Wissen, seine Ideen und Lebensweisheit unterbringen, und so beginnen schon hier die historischen Exkurse, z.B. die eingeschobenen Biographien der Episodenfiguren des Grafen Alfieri und der Gräfin Albany, und die philosophischen Spekulationen, wie die pessimistischen Ansichten des Mönches Manuel und die geistreiche Rokokoweisheit des Großvaters, sich breitzumachen. Aber auch die Vorzüge Schückings treten hervor: die häufige Einfügung wirksamer Episoden, die leicht humoristisch gefärbte Ausmalung des Rokokodetails und geistreiche Paradoxe. — Sehr stark ist wieder der Einfluß des romantisierenden Schauerromans zu fühlen in den geisterhaften Vordeutungen, den grausigen Strandszenen, der »Frau mit der Sammetmaske«, der Entführung und heimlichen Trauung sowie der zerfallenden Komposition. Romantisch-jungdeutsche Gestalten sind der von Weltschmerz und Pessimismus gequälte Mönch Manuel und die emanzipierte »grande amoureuse« Frau von Lescomte. Schückings Lieblingsmittel für die Charakterisierung der Menschen, nämlich die Charakteristik durch Physiognomik und durch die von den Personen bewohnten Zimmer sowie die Belebung der Landschaft durch historische Bemerkungen finden sich hier schon deutlich ausgeprägt.

Wie nahe Schücking hier dem jungdeutschen Gedankengut noch steht, verrät u.a. die Anerkennung der Notwendigkeit der französischen Revolution von 1789: "Ja, die Impertinenz dieser Weltanschauung [der französischen Aristokratie] mußte endlich, nach Jahrhunderten voll Schmach, einen blutdurstigen Wahnsinn in den darunter Duldenden hervorbringen!" (Paul, Bd.2, S.33)

Zum Personal gehören auch, wie das Pinthus-Zitat bereits andeutet, historische Figuren wie der bedeutende italienische Schriftsteller und Dramatiker Vittorio Alfieri und seine Lebensgefährtin Luise Stolberg, Gräfin von Albany, Gemahlin des englischen Thronprätendenten Charles Edward Stuart.

Das eBook kam durch GoogleBooksKorrekturLesung zustande; im html-Code sind bandweise versteckt die Seitenziffern enthalten (zur Sichtbarmachung ggf. PN oder eMail). Die Textwiedergabe folgt orthographisch der Erstausgabe von 1843; evidente Setzfehler sind stillschweigend korrigiert; die Errata am Ende der beiden Bände sind eingearbeitet.
Das Cover bildet ein Ausschnitt aus einem kolorierten Stahlstich von Eduard Willmann nach Paul Weber: ›Laubach, Schloßansicht‹ (1853).
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