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Old 04-17-2015, 08:50 AM   #1
Leonatus
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Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.Leonatus ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Temme, Jodocus Dedatus Hubertus: Der Domherr. V2. [German] 27.12.2015

Zum (bewegten) Lebenslauf des Autors in aller Kürze hier https://www.mobileread.com/forums/sho...ighlight=temme
und hier
https://www.mobileread.com/forums/sho...ighlight=temme.
"Der Domherr" erzählt die Geschichte eines ebenso gewitzten wie gutmütigen und lebenserfahrenen Geistlichen, der dank seines überlegenen Scharfsinns eine Reihe von Lebenskrisen von Angehörigen und Freunden löst, indem er sie zu einem nicht geringen Teil manipuliert und schließlich zu einem guten Ende führt.
Es könnte sich um einen romantischen Roman handeln, aber dafür ist die Sprache allzu knapp, fast übermäßig sachlich: Da rauscht kein Waldbach, es tirilieren keine Vögel, und kein Edelmann schmilzt schmachtend vor der prüden Angebeteten dahin.
Auch dem Geist des Realismus entspricht die Geschichte nur vage; der Autor enthält sich weitgehend einer detaillierteren Beschreibung von Charakteren und (sozialer) Umgebung. Daher ist es nicht leicht, sich seelisch auch nur von der Person des Protagonisten (was die Ideenwelt angeht, offenbar das alter ego des Verfassers) berühren zu lassen. Dazu kommt, dass die verschiedenen Handlungsstränge nur vage miteinander in Beziehung stehen; viele Episoden wirken etwas gezwungen, wenngleich sie nicht der Spannung entbehren.
Warum also lesen? Temme vertritt offenbar keine literarische Idee; es geht ihm in diesem Roman um die Politik: Er beschreibt Fehlentwicklungen in Preußen nach den Befreiungskriegen und äußert durchaus verblüffende und eigenwillige Ansichten über deren wahre Ursachen. Darin liegt ein erheblicher Teil Gesellschaftskritik, zumal wenn sich der Protagonist ganz am Ende recht unverhohlen zur Französischen Revolution bekennt (als Geistlicher!).
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Last edited by Leonatus; 12-27-2015 at 09:11 AM. Reason: Bereinigung von Validierungsfehlern
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