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Old 06-21-2022, 01:58 PM   #1
matsch
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Trotzki, Leo: Thermidor und Antisemitismus (German). v1 21 June 22

Trotzki erläutert, dass antisemitische Motive traditionell in der russischen und ukrainischen (Land-)Bevölkerung verwurzelt gewesen seien und sich deshalb gegen Jüdinnen und Juden gerichtete Hetze für Stalin zur "Legitimation" der reaktionären Säuberungen geeignet hat und gezielt eingesetzt wurde.

»Große Säuberung« bezeichnete den stalinistischen Terror der Jahre 1936 bis 1938. Zahlreiche prominente Bolschewiki wurden in Schauprozessen als angebliche Mitglieder eines »trotzkistisch-sinowjetischen terroristischen Zentrums« vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt, rund zwei Millionen Menschen verhaftetet, mindestens 700 000 von ihnen wurden hingerichtet oder »verschwanden« in den Arbeitslagern. [Vgl. O. Kistenmacher: Zum Teufel mit Stalin]

Die jüdische Identität der Angeklagten spielte, so jedenfalls Leo Trotzki, bereits in den Moskauer Schauprozessen der dreißiger Jahre eine Rolle. In »Thermidor und Antisemitismus« berichtete Trotzki 1937 zum Beispiel, dass sein Sohn Sergei Sedow in Moskau verurteilt worden sei, weil er angeblich »eine Massenvergiftung der Arbeiter« plane. Zu dieser Zeit hätten die sowjetischen Behörden verbreitet, dass der »›echte‹ Name« von Trotzki Bronstein sei. Damit, so Trotzki, wollten sie »meine jüdische Herkunft und die halbjüdische Herkunft meines Sohnes herausstellen«. [K. H. Gräfe: Der Thermidor eines Generalissimo]
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