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Originally Posted by rem
ich habe von einem leistungsfähigen programm geschrieben.
atlantis läuft bei mir nicht. sigil kenn ich. wenn das leistungsfähig ist, dann hab ich bisher eine ganze menge übersehen. escape schau ich mir mal an.
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Die Frage ist, was Du als "leistungsfähig" betrachtest. ePub ist kein Format für Wordprocessing. Es ist ein Format zur Konvertierung und Darstellung. Ich nehme an für dich wäre InDesign am ehesten geeignet, aber auch das bietet ePub genau wie PDF als Ausgabeformat, nicht als eigentliches Quellformat.
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Originally Posted by rem
welchen mehrwert bietet eigentlich epub (außer drm!) gegenüber odt?
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Reflow? ODT ist in der Formatierung an das Seitenformat gebunden und verwendet trotz Anlehnung an XHTML eine eigene XML-basierte Formatierungssyntax. ePub Inhalte können von jeder XHTML 1.1 konformen Software verwertet werden, ODT-Inhalte nicht. Das würde ich als den eigentlichen Mehrwert von ePub sehen: Die Möglichkeit auf Basis bestehender, akzeptierter und weit verbreiteter Spezifikationen und Frameworks ein ePub-Fähiges System schaffen zu können. Bei ODT muss man weitestgehend auf "der grünen Wiese" starten. Nicht umsonst ist Zahl an OfficeProgrammen mit ODT-Unterstützung weiterhin vergleichsweise gering. Da ist noch zuviel Bewegung drin. ePub setzt auf dem standardisierten XHTML 1.1 auf, ODT in der aktuellen Version (1.1 bzw. inzwischen sogar 1.2) ist bisher noch nicht standardisiert. Lediglich 1.0 wurde bisher standardisiert, wird aber kaum mehr verwendet.
Dazu berücksichtigt ePub mit der explizit formulierten Unterstützung für
DTBook auch in der Wahrnehmung beeinträchtigte Menschen.
Davon abgesehen ist das ohnehin ein Vergleich von Äpfeln und Birnen. Wie im OpenDocument Manifest beschrieben ist ODT ein Format für Officeanwendungen (vgl.
http://www.oasis-open.org/committees..._abbrev=office), hat also einen unterschiedlichen Fokus (Erstellung, Bearbeitung). ePub wiederum ist nicht als direktes Erstellungsformat angedacht - der Fokus bei ePub liegt auf Format zum Transport, als Grundlage für die automatisierte Erzeugung weiterer Ausgabeformate sowie zur Darstellung auf unterschiedlichsten Geräten und Plattformen (Transformation, Publication).
Prinzipiell ist also die Frage, worauf man selbst den Fokus legt. Es gibt Formate für die Erzeugung und Bearbeitung (Office-Formate) und Formate für die Publizierung (ePub, PDF). ePub versucht einen besseren Kompromiss zwischen beiden Welten zu finden.