So, da bin ich noch mal mit drei Rereads.
Weil ich Christopher Nolans neuen Film
Odyssee im Kino sehen möchte (bisher nicht geschehen), habe ich als Einstimmung Stephen Frys Nacherzählung der Odyssee noch einmal gehört. Seine Reihe rund um die griechischen Götter- und Heldensagen finde ich nach wie vor große Klasse. Bei ihm sind sowohl die Götter als auch die Helden sehr menschlich, und mir war ehrlich gesagt nicht mehr bewusst, wie furchtbar politisch "unkorrekt" unser Held Odysseus war.

Vor allem das Ende der Geschichte würde heute sicher niemand mehr als gute Lektüre für 12jährige bezeichnen, denn das war genau das Alter, in dem ich diese Geschichten förmlich verschlungen habe.

Sei's drum. Stephen Frys Bücher sind sehr erwachsen, und es ist erfrischend, wie unbefangen er mit diesen Klassikern umgeht. Auch wenn die Odyssee nicht mehr meine Lieblingssage ist, vergebe ich vier Sterne für das Buch und fünf Sterne für den Sprecher.
Ein aktuelles Lieblingsthema bei mir (auch bei Filmen und Dokus) sind mal wieder Vulkane, deshalb habe ich mir noch einmal Michael Crichton und James Pattersons
Eruption vorgenommen. Ja, das kann man als guilty pleasure bezeichnen, aber ich finde die Geschichte spannend. Spätestens nach der Hälfte war ich auch ziemlich sicher, dass wir es nur noch mit Pattersons Schreibe zu tun haben, obwohl er sich redlich bemüht hat, Crichtons Stil zu treffen. Ich kann meinen Finger nicht drauflegen, was anders ist, aber die Story ist allemal gut für einen Actionfilm, und so liest sie sich auch. Diesmal habe ich die erste Hälfte gelesen, da mir das Hörbuch beim ersten Mal nicht besonders gut gefallen hatte, was daran lag, dass ich den Sprecher eher suboptimal fand. In der zweiten Hälfte habe ich dann das Hörbuch dazu genommen und fand es nicht mehr ganz so schlecht. Ja, die Dialoge waren eigentlich ziemlich ok, bei den Erzählpassagen stockt Clarke Peters allerdings häufiger mitten im Satz, wo eigentlich keine Pause sein sollte, und sein Satzrhythmus ist mitunter ziemlich seltsam. Vor zwei Jahren habe ich gesagt, er klingt wie ein alter Mann, und dabei bleibe ich im Großen und Ganzen auch. Schade, aber hier hat Penguin meines Erachtens keine gute Wahl getroffen.
4 Sterne fürs Buch, 2.5 Sterne für den Sprecher
Ebenfalls beendet: mein zweiter Durchgang von
Harry Potter and the Goblet of Fire/Full Cast Edition. Die Sprecherwechsel zu den Teenagern waren alle gelungen, besonders der ältere Harry gefällt mir. Und Mad-Eye Moody mit schottischem Akzent - einfach nur fantastisch! Auch Voldemort klingt genauso, wie man ihn sich immer vorgestellt hat. Statt meinen SuB abzuarbeiten, habe ich mich demzufolge im Anschluss gleich auf
Order of the Phoenix gestürzt.