Fanny Lewalds Roman „
Helmar“ (1880) schildert als fiktive Autobiografie den beeindruckenden sozialen Aufstieg des Malers Helmar Kronau. Kronau erzählt also seine Geschichte selbst. Als Sohn eines Kammerdieners auf dem ostpreußischen Gut Waldritten geboren, überwindet er durch sein außergewöhnliches künstlerisches Talent die starren Standesgrenzen des 19. Jahrhunderts.
Kronaus Weg führt von einer harten Malerlehre in Königsberg über die Kunstakademien in Düsseldorf und Berlin bis hin zu seinen Aufenthalten in Rom und Paris. Zentrales Motiv ist seine lebenslange, zunächst aussichtslose Liebe zu Dora, der Tochter seiner herrschaftlichen Wohltäter.
Erst nachdem Dora früh zur Witwe geworden ist, finden sie und der inzwischen international anerkannte Künstler langsam zueinander. Dora liebt ihre Unabhängigkeit und bezeichnet sich selbst als „unbedingte Absolutistin“, die ihre Freiheit über gesellschaftliche Konventionen stellt.
Lewald betont immer wieder Helmars Blick als Genremaler und nutzt Mörikes Ballade „Schön Rohtraut“ als poetisches Sinnbild für die Überwindung von Standesunterschieden durch die Liebe.
Cover
George Frederick Watts, Endymion. Ca. 1872. (Vgl. Kapitel 22)This work is assumed to be in the Life+70 public domain OR the copyright holder has given specific permission for distribution. Copyright laws differ throughout the world, and it may still be under copyright in some countries. Before downloading, please check your country's copyright laws.
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