Fanny Lewalds Erzählung »
Josias. Eine Geschichte aus alter Zeit« (1888) handelt von der lebenslangen, tragischen Liebe des Hugenotten-Nachfahren Josias Courville. Der als ›Original‹ bekannte Josias bleibt zeit seines Lebens unverheiratet, da seine große Liebe Franziska (›Franull‹), die legitimierte Tochter seines Paten Graf Dubimin, aus Pflichtgefühl gegenüber ihrem Vater eine Standesehe mit einem Baron eingeht. Als Zeichen seiner ewigen Treue trägt Josias einen goldenen Ohrring und hält an einer altmodischen Werther-Tracht fest.
Der Text ist als Rahmenerzählung angelegt: Während die Aufzeichnungen aus dem Jahr 1868 stammen, spielt die eigentliche Erzählung im Jahr 1829, mit Rückblenden bis in die Zeit Friedrichs des Großen um 1765. Schauplätze sind das biedermeierliche Berlin sowie die märkischen Güter Schönfelde und Dambow.
Im Laufe der Handlung entsteht ein kulturgeschichtliches Porträt der französischen Kolonie (Refugiés) in Preußen, deren Fleiß die Seidenindustrie und Landwirtschaft prägte. Parallel dazu thematisiert sie den Konflikt zwischen bürgerlichem Stolz und adliger Standesehre.
Textvorlage
Aus der »Gartenlaube« von 1888 – Details im Buch selbst.
Transkription von Wikisource – vielen Dank dorthin!
Cover
Wilhelm Simmler, Auf dem Hochseil (vor 1914).This work is assumed to be in the Life+70 public domain OR the copyright holder has given specific permission for distribution. Copyright laws differ throughout the world, and it may still be under copyright in some countries. Before downloading, please check your country's copyright laws.
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