Diese Woche habe gleich 3 Hörbücher beendet, so gesehen war der Februar letzten Endes ein recht ergiebiger Monat.
Douglas Preston & Lincoln Child: Relic - Audible, SF (5 Sterne)
Über diesen All-time-favorite habe ich schon verschiedentlich berichtet. Die Geschichte um das Museumsmonster, das im New Yorker Museum of Natural History sein Unwesen treibt, gehört immer noch zu meinen Lieblingsbüchern. Die Hörbuchproduktion, die wie der Roman aus den (analogen) 1990er Jahren stammt, weist einige "Gimmicks" auf, die allen, die diese Zeit nicht live erlebt haben, eventuell seltsam erscheinen könnten. Wer erinnert sich wirklich noch daran, wie Telefonate zu jener Zeit geklungen haben? Obwohl es sich hier um eine Lesung und nicht um ein Hörspiel handelt, haben die Tontechniker sich befleißigt, Dialoge über Telefon anders klingen zu lassen als direkte Gespräche. Ich finde es klingt etwas ungewohnt, aber insgesamt nicht schlecht. David Colacci gefällt mir persönlich als Sprecher gut, aber das ist immer Geschmackssache.
J. K. Rowling: Harry Potter and the Goblet of Fire - Audible (Full Cast) 5 Sterne
Und dann wären wir bei Teil 4 der Neuproduktion der englischsprachigen Harry Potter-Hörbücher angekommen. Es gibt nicht nur einige neue Charaktere, man hat auch die Kinder aus den ersten 3 Bänden durch ältere Sprecher ersetzt, die ihre Sache alle gut machen, obwohl ich der Meinung bin, das hätte bis zum fünften Band, in dem die Hauptfiguren 15 Jahre alt sind, Zeit gehabt. Aber wie dem auch sei, Band 4 ist genauso gelungen wie die vorigen Bände. Langsam gewöhne ich mich auch an die Vorlesestimme, die für meinen Geschmack jedoch noch etwas lebendiger klingen könnte. Aber wir haben ja noch drei Bücher vor uns.
Connie Willis: Crosstalk - Audible, SF (3.5 Sterne)
Crosstalk ist ein Buch, das man wohl am besten als romantische Komödie mit SF-Elementen bezeichnen könnte und befindet sich ehrlich gesagt nicht unter meinen Top 5 dieser Autorin. Ich wollte es jedoch noch einmal hören um zu sehen, ob meine erste Einschätzung aus dem Jahr 2016 sich inzwischen geändert hat. Auf der einen Seite ist es eine typische Connie Willis-Geschichte mit viel Slapstick, Humor und durchaus ein wenig Satire, aber der Plot ist mir irgendwie zu dünn. Die Protagonistin möchte sich ihrem Zukünftigen noch verbundener fühlen und unterzieht sich einer Prozedur namens EED, die eine Art telepathische Verbindung zwischen den Partnern herstellen soll. Natürlich geht nichts so aus, wie sie es sich vorgestellt hat und wir lesen (oder hören) auf knapp 500 Seiten, welche Vor- und Nachteile es haben kann, telepathische Fähigkeiten zu entwickeln. Ich glaube, ohne den Humor der Autorin wäre dieses Buch wohl ein DNF für mich, mit fast 20 Stunden fand ich es auch zu lang geraten, man hätte es auch auf ca. 1 Viertel einkürzen können.

Meine Bewertung fällt hier vermutlich etwas zu großzügig aus.