Fanny Lewalds Erzählung »
Berliner Kinder« von 1860 beschreibt den sozialen Aufstieg von Hermann Brückner, eines Jungen aus ärmlichen Verhältnissen in der Berliner Klosterstraße. Die Geschichte spielt etwa zwischen 1835 und 1852 und zeigt Hermanns Weg vom verspotteten »reitenden Kesselflicker« zum wohlhabenden Maschinenfabrikanten. Gefördert wird er von seinem Paten Plattner, der eine tragische Schuld aus seiner Zeit in Russland sühnen will, indem er Hermanns Lebensmut und Bildungshunger entfacht.
Das Besondere an dem Werk ist die realistische Darstellung des »eigentlichen«, gewerbetreibenden Berlin jenseits von Prachtbauten und Militär. Lewald feiert darin den rührigen »Berliner Geist« und den unermüdlichen Drang zum Fortschritt. Hermanns Erfolg und die Heirat mit seiner Jugendliebe Lisette krönen diesen Weg.
Die Geschichte an sich klingt simpel, birgt aber eine Fülle an interessanten Details. Lewald illustriert darin eben auch die Auswirkungen eines Zeitenumbruchs auf das Leben des Einzelnen: den Übergang von der statischen, handwerklichen Welt des Biedermeiers zur dynamischen industriellen Moderne. Und das macht sie ziemlich gut.
Das Cover zeigt verschiedene Dampfmaschinen aus der Zeit der Erzählung.
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