Júlia Lopes de Almeida (1862–1934) war eine der produktivsten und einflussreichsten Stimmen ihrer Zeit. Trotz ihres enormen Erfolgs und ihrer tragenden Rolle bei der Gründung der Academia Brasileira de Letras blieb ihr die offizielle Mitgliedschaft aufgrund ihres Geschlechts verwehrt. Ihr Werk zeichnet sich durch einen scharfen Blick für soziale Ungerechtigkeiten, die psychologische Tiefe ihrer Frauenfiguren und eine präzise Analyse der brasilianischen Urbanisierung aus. Sie gilt heute als Pionierin des brasilianischen Realismus und Naturalismus.
Der Roman »Der Bankrott« (»A Falência«, veröffentlicht im Jahr 1901) gilt weithin als das Meisterwerk der Autorin. Die Autorin verwebt die wirtschaftliche Instabilität des Kaffeemarktes mit der moralischen Fragilität der Bourgeoisie. Der Roman ist eine schonungslose Studie über Ehebruch, soziale Heuchelei und die begrenzte Handlungsfreiheit der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft.
Die, soweit ersichtlich, erstmalige Übersetzung ins Deutsche ist ein eigenes Werk.
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