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whink
Zealot
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Waldau, Max: Aus der Junkerwelt. v1 [German] 27.01.2026

Max Waldaus »Aus der Junkerwelt« (1850/51) ist ein vielschichtiger Roman, aber kein reines Erzählwerk. Die Geschichte der Hehlen-Familie bildet den roten Faden, der eine Familienintrige innerhalb des Adels mit umfassenden sozialen, politischen und kulturellen Reflexionen verbindet.

Der Roman ist durchzogen von der Auseinandersetzung mit Tradition und Fortschritt, Adel und bürgerlicher Welt, sowie einer kritischen Betrachtung der gesellschaftlichen Zustände vor und während der Revolution von 1848. Waldau denkt über die Bedeutung von Wörtern nach, über die Rolle der Kunst in der Gesellschaft, über Architektur, die Natur des Genies und die menschliche Suche nach Wissen und dem Wunderbaren.

Parallel dazu kommentiert er die Zeitereignisse und gesellschaftlichen Veränderungen um 1848. Immer wieder greift er dabei zu satirischen Mitteln, um die geistige Erstarrung der Junkerwelt und die verlogenen Konventionen der Gesellschaft anzugreifen, so auch in der längeren Passage über den Kranich als Wappentier der Familie.

Die Revolution ist für ihn nicht nur ein politisches Ereignis, sondern eine naturgesetzliche Kraft, die notwendigerweise eintritt, um ein »mißwüchsiges, auf unsittlicher Basis ruhendes Gebäude« zu erschüttern. An der praktischen Durchführung allerdings übt er scharfe Kritik: Er bemängelt das Fehlen eines echten revolutionären Bewusstseins und verspottet den »Retrospektivismus« – die Tendenz, Ideale in einer verklärten Vergangenheit statt in der Zukunft zu suchen.

Waldaus »Junkerwelt« gehört – zusammen mit Fanny Lewalds ›Wandlungen‹ – sicher zu den literarisch anspruchsvolleren Romanen zum Thema, auch in seinen satirischen Teilen.

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Cover
Unbekannter Künstler: Richard Georg Spiller von Hauenschild, Pseudonym Max Waldau. Vor 1855.
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