Die
»Tagebücher« aus dem Nachlass Karl August Varnhagen von Enses, die erst nach seinem Tod ab den 1860er Jahren von seiner Nichte Ludmilla Assing veröffentlicht wurden, geben einen tiefen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Strömungen seiner Zeit. Die insgesamt 14 Bände umfassen die Jahre von 1835 bis 1858, dem Todesjahr Varnhagens.
Hier folgt der siebte Band, mit den Einträgen zum Jahr 1850, erschienen 1865. Varnhagen kommentiert, scharf und direkt, die politische (reaktionäre) Entwicklung in Preußen und Deutschland nach der gescheiterten Revolution von 1848.
Ein Schwerpunkt liegt in der Schilderung der Repressionen gegen liberale und demokratische Kräfte durch die preußische Regierung und Polizei. Varnhagen dokumentiert die Einschränkung der Presse- und Vereinsfreiheit, die Verfolgung und Verhaftung von Demokraten, und die völlig willkürlichen Maßnahmen der Polizei ohne jede Rechtsgrundlage. Aber er betont auch die Widerstandsfähigkeit der demokratischen Bewegung im Untergrund.
********** Die Einzelbände jetzt verlinkt unter
prosa1848.de **********
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