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Old 04-17-2009, 06:30 PM   #36
Fabian Kern
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Originally Posted by mtravellerh View Post
Das wäre ja wohl das mindeste, liebe Mos. Stell Dir vor, ein Autoproduzent verkauft ein Auto, dessen Bremsen nicht funktionieren. Statt aber einen Rückruf zu starten und den Fehler überall auszubessern, werden die Reklamationen mit Geld abgefunden und das Auto weiter unverändert auf der Strasse gelassen. Da kann man sich doch nur mehr an den Kopf fassen.
Hi mtravellerh,

deine Auto-Metaphern gefallen mir ja hier bei MR recht gut, weil sie oft den Kern der Sache treffen.
Aber an dieser Stelle fiel mir nur ein Zitat aus dem Film "Fight Club" ein, das die Geschäftseinstellung vieler Branchen finde ich sehr treffend charakterisiert:

"...mein Job ist es, 'Rückruf-Koordinator' bei einer großen Auto-Firma zu sein. Was das ist?

Nehmen wir folgendes Szenario: Ein Wagen ist mit normaler Geschwindigkeit auf nasser Fahrbahn unterwegs und kommt ins Schleudern.
Das Hinterachs-Differenzial blockiert, der Wagen fährt gegen einen Baum, alle Insassen verbrennen.

Frage an dieser Stelle: Sollen wir eine Rückruf-Aktion starten? In diesem Fall ist es meine Aufgabe, 'DIE FORMEL' anzuwenden. 'DIE FORMEL' lautet: Man nehme die Menge der zugelassenen Fahrzeuge A, die anzunehmende Defektrate B und die durchschnittlichen Kosten einer außergerichtlichen Einigung C.

A mal B mal C ergibt X.

Ist X kleiner als die Kosten einer Rückrufaktion - wird keine durchgeführt...."

Warum sollte das ausgerechnet die Verlagsbranche anders sehen....

*Sorry für den Zynismus*
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