Das Erbbegräbnis
Graf Rapsoldi, der Gouverneur der portugiesisch-indischen Kolonie Goa, führte uns nach dem Abendessen in das Rauchzimmer und schickte den aufwartenden Diener hinaus.
Harald Harst und ich hatten neben einem kleinen Rauchtischchen in bequemen weichen Klubsesseln Platz genommen.
Der Graf brachte Likör, Zigarren und Zigaretten herbei und baute all die Herrlichkeiten mit einer liebenswürdigen Bemerkung vor uns auf.
»Ein vorzüglicher Likör,« meinte Harald anerkennend und nahm die betreffende Flasche, um das Firmenschild zu prüfen.
Da sagte Rapsoldi schon:
»Für einen Likör ein sonderbarer Name, dieses … Erbbegräbnis. — Nicht wahr?«
Der Greis ohne Hirn
Also allein mit dem Greise, der soeben gesagt hatte: »Wenn auch mein Hirn leer ist …«
Über diese seltsame Äußerung nachzugrübeln, hatte ich keine Zeit.
Der Inder stand schon wieder vor dem mittleren Sarge und zog nun mit Hilfe des Flaschenzuges den Deckel noch höher.
Dann griff er hinein in den Unterteil, hob die zerschlissenen Decken und Fetzen empor, an denen noch Reste breiter Goldstickereien zu erkennen waren …
Der, dem einst dieser Sarg letztes Lager gewesen, war längst zu Staub zerfallen …
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