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Old 10-03-2021, 11:36 AM   #225
Marrella
Cambrian crab
Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Stichwort-Challenge: 9. Bibliotheken

Matt Haig: The Midnight Library - Paperback, Fantasy, 4 Sterne


Ich habe immer noch ein paar Punkte offen bei der Stichwort-Challenge, aber ich arbeite daran, wie man sieht. Die Mitternachtsbibliothek ist ein Buch, das offensichtlich die Leserschaft spaltet, aber es scheint, als würden Matt Haig und ich auf derselben Wellenlänge funken.

Zu Beginn war ich mir auch nicht ganz im Klaren, ob ich die Protagonistin Nora nun mag oder nicht, aber im Verlauf der Geschichte ist sie mir doch irgendwie ans Herz gewachsen. Den Vorwurf mancher Leser, hier würde Selbstmord verherrlicht, kann ich absolut nicht nachvollziehen, im Gegenteil, bei mir ist das Buch eher als "Ode auf das Leben" angekommen.

Der Anfang ist zugegebenermaßen etwas deprimierend: In Noras Leben scheint nichts rund zu laufen, und eines Abends klingelt ein Nachbar bei ihr, um ihr zu sagen, dass ihr Kater tot am Straßenrand liegt. Nora beschließt, nun sei es genug und versucht, aus dem Leben zu scheiden, doch sie kommt weder im Himmel noch in der Hölle an, sondern in einer Bibliothek, in der es immer Mitternacht ist und deren Bibliothekarin sie aus ihrer alten Schule kennt. Die Bücher sind auch keine gewöhnlichen Bücher, sondern jedes enthält eines von Noras Leben, die sie in einem anderen Universum lebt. Zuallererst muss sie aber das Buch der Reue lesen, danach kann sie ein Leben besuchen, in dem sie einen anderen Weg eingeschlagen hat als in ihrem jetzigen. So beginnt für sie eine Odyssee durch verschiedene Leben, die ihr zeigen, wie es hätte sein können und ob die verpassten Gelegenheiten sie glücklicher gemacht hätten, wenn sie andere Entscheidungen getroffen hätte.

Wie schon gesagt, für mich war dieses Buch ein positives Leseerlebnis, auch das Ende fand ich sehr passend und gelungen. Es ist kein tiefgründiges philosophisches Werk, hat mich aber auf so ziemlich jeder Seite gut unterhalten, und manchmal will ich von einem Roman eigentlich nicht mehr. Und wenn ich ein paar Tage, nachdem ich es beendet habe, noch darüber nachdenke, hat es mich definitiv auf dem richtigen Fuß erwischt.
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