Film-Challenge
Susan Cooper: The Dark is Rising - Kindle, Fantasy *****
Auch wenn es nicht so vielschichtig ist wie Harry Potter, ist dies ein Buch, das ich immer wieder gerne hervorhole. Ich glaube, ich habe irgendwo schon mal etwas dazu geschrieben, aber hier ist (noch einmal) meine Zusammenfassung aus dem Jahr 2002:
Quote:
Will Stanton ist der jüngste Spross einer Familie mit neun Kindern. An seinem elften Geburtstag erfährt er, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern der letzte der Rasse der Uralten, der auf der Erde geboren wurde, um die Mächte der Finsternis daran zu hindern, die Macht zu ergreifen. Unter Anleitung seines Mentors Merriman Lyon muss er lernen, seine besonderen Kräfte zu beherrschen, um den Kampf gegen das Böse endgültig zu gewinnen.
|
Eigentlich ist das Buch Teil 2 einer fünfbändigen Reihe, aber man kann es durchaus für sich allein lesen, wie ich finde. Und vor allem, ohne vorher den ersten Teil gelesen haben, der auch gut für sich allein steht und im Prinzip noch in die "Kinderbuch-Ecke" gehört. Es ist auch das einzige Buch der Reihe mit Will als Protagonist, was ich irgendwie schade finde, denn ich mag ihn sehr gern und er kommt nur im letzten Band als Nebenfigur vor. "The Dark is Rising" spielt in der Zeit zwischen der Wintersonnenwende und dem Dreikönigstag, an dem die Mächte des Lichts mit den Mächten der Finsternis um die Vorherrschaft kämpfen. Wills Familie ist ein bunter Haufen wie die Weasleys, sodass es auch in den ruhigeren Passagen nie langweilig wird.
Zum gleichnamigen Film:
Ja, was soll ich dazu sagen. Dieser Film ist so etwas wie ein "guilty pleasure"

und im Normalfall schaue ich ihn mir völlig abgekoppelt vom Buch an. Wenn man die reine Umsetzung betrachtet, dann ist er objektiv gesehen wirklich nicht besonders gut, wenn nicht sogar schlecht. Änderungen zum Buch gibt es immer, aber hier haben wir nicht nur einen anderen Fokus, sondern diese Geschichte, die im Südengland der 1970er Jahre angesiedelt ist, wurde in die Zeit der Verfilmung (2007) "verpflanzt". Will ist außerdem älter, er feiert im Film seinen 14. Geburtstag. Trotzdem hat er seine "Momente", wie ich finde. Natürlich muss Will auch hier die sechs Zeichen des Lichts finden, aber der Schwerpunkt liegt mir zu sehr auf seiner Familiengeschichte, die auch nicht ganz der im Buch entspricht. Dennoch hat der Schluss einen gewissen Charme, und ich muss gestehen, dass ich Christopher Eccleston als Bösewicht jedesmal genieße, auch wenn dies zugegebenermaßen nicht seine beste Rolle ist.
Obwohl der Film teilweise das Thema verfehlt hat, bekommt er von mir 3 Sterne für den Unterhaltungswert.