Mein Plan, mehr Kurzgeschichten zu hören oder zu lesen, geht eher schleppend voran, wie ich gestehen muss. Ich habe aber immerhin im August zwei Hörbücher dieser Art von jeweils ca. einer Stunde erledigt. Ich wollte schon seit längerem in Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken reinhören, ich glaube, es gab mal eine Hörprobe bei Dennis Schecks Podcast "Unüberhörbar". Zum Filmstart im Frühjahr hat Audible einen Zusammenschnitt aus mehreren der Bände verschenkt und ich muss sagen, dass es mir ausgesprochen gut gefallen hat. Satire und Kabarett ist ja nicht jedermanns Sache, ich bin da eher zurückhaltend, aber das kommunistische Känguru ist einfach unwiderstehlich.

Selten so gelacht, ich habe das 1. Hörbuch gleich mal bei meiner Onleihe vorgemerkt.
Die zweite Geschichte war leider eher ein Reinfall. Ich meine, ich hätte E. M. Forsters
Die Maschine steht still vor Jahren schon mal gelesen, bin mir aber nicht mehr sicher. Bei dem Hörbuch handelte es sich nicht um eine Lesung, sondern um ein Hörspiel, was ja nicht per se schlecht sein muss. Bei diesem ging mir die Geräuschkulisse aber ziemlich auf die Nerven - ja, ich verstehe, die mechanisch klingenden Sprech- und Musikeinlagen sollten die Maschine verkörpern - aber danke nein, das klang in meinen Ohren einfach nur furchtbar. Auch die Geschichte selbst fand ich nicht überwältigend, obwohl die beschriebenen "Hygienemaßnahmen" durchaus an Aktualität gewonnen haben, seit dieser SF-Klassiker veröffentlicht wurde. So fern erscheint die Zukunft, die Forster beschreibt, derzeit nicht mehr. Unter der Prämisse "schlimmer geht immer" vergebe ich dafür noch zwei Sterne.