Diese Woche habe ich noch zwei andere Bücher beendet, nämlich Recursion von Blake Crouch und Hawking in der Nussschale von Florian Freistetter.
Recursion, das im März unter dem deutschen Titel Gestohlene Erinnerung erscheint, wird vermutlich mein Highlight des Monats Februar werden. Es ist eine Achterbahnfahrt mit einem relativ langen Setup, doch was danach kommt, entschädigt definitiv für den eher langsamen Aufbau des Spannungsbogens. Neugierig macht es von Anfang an, man fragt sich, was es mit diesen falschen Erinnerungen auf sich hat, die wie eine Seuche um sich greifen. Die Erklärung war nicht das, womit ich gerechnet hatte, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich es in diesem Fall besser fand, das Buch zu lesen als es zu hören, weil es ziemlich viele Zeitsprünge beinhaltet. Ich fand es sehr gut konstruiert, und die Figuren waren dreidimensional genug, um das Interesse an ihnen nicht zu verlieren. Ich werde auf jeden Fall mehr von diesem Autor lesen.
Florian Freistetters Büchlein (bei ca. 100 Seiten im Kleinformat kann man kaum von einem Wälzer sprechen) hat mir ebenfalls gut gefallen, allerdings war es dann doch irgendwie zu kurz, um dem großen Physiker wirklich gerecht zu werden. Nicht, dass ich tatsächlich alles verstanden hätte, aber Freistetter versteht es, auch dem Nicht-Physiker-Leser Hawkings Kosmos näher zu bringen. Immerhin hat er es verstanden, sich nicht zu verzetteln, sondern sich weitestgehend auf ein Thema zu beschränken, nämlich auf schwarze Löcher und die Hawking-Strahlung. Man nimmt immer irgendetwas mit, egal ob man sein Blog oder seine Bücher liest.
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