Stichwort-Challenge: 16. Papierbuch
Buchabbau-Challenge
Sven Böttcher: Prophezeiung
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Millionen Menschen sind vom Tod bedroht. Das Klima-Prognoseprogramm »Prometheus« sagt eine epochale Dürre in der Äquatorregion voraus, dazu einen Dauermonsun in den gemäßigten Breiten. Während Europa in den Wasserfluten versinkt, versucht die junge Klimaforscherin Mavie Heller die Welt zu warnen. Doch mächtige Gegenspieler wollen um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit bekannt wird...Mavie Heller ist am Ziel ihrer Wünsche – sie hat einen Job am streng geheimen Klimainstitut IICO auf La Palma, wo man Klimadaten in bislang unbekanntem Ausmaß erhebt. Als Mavie sich das Prognoseprogramm genauer ansieht, fällt sie buchstäblich aus allen Wolken. Denn »Prometheus« liefert exakte Klimavorhersagen für praktisch jeden Ort der Erde – und sagt eine Katastrophe voraus. Die Prognose der Todesopfer: 400 bis 800 Millionen. Mavie wird ertappt und umgehend gefeuert; kurz darauf stirbt ihre Freundin, die Journalistin Helen, bei einem Unfall. Doch wer sollte ein Interesse an einer Geheimhaltung der »Prophezeiung« haben? [...]
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Amazon
Dieser Öko-Thriller hat eigentlich alles, was man sich als Leserin so wünscht, wenn man die Inhaltsangabe liest. Leider kann ich den vielen guten Rezensionen bei Amazon (mal wieder) nicht zustimmen, der Durchschnitt von 3 Sternen bei Goodreads ist da meiner Meinung nach realistischer, denn genauso viele Sterne vergebe ich dafür.
Ja, es war streckenweise interessant, obwohl ich bereits den Auftakt etwas "gewagt" fand. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu feige (oder zu vorsichtig?), um mir vorzustellen, dass ich bei einem neuen Job so ziemlich als erstes im Computer meines Chefs nach vertraulichen Daten "grabe".

Aber gut, eine Geschichte ist eine Geschichte und muss in Gang kommen. Bei diesem Buch wechselten sich allerdings die interessanteren Kapitel mit uninteressanten Begebenheiten ab, die sich zum Teil wie ein Kaugummi in die Länge zogen. Und ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich mit der Protagonistin nie so richtig warm geworden bin? Aber sie hatte einen netten, wenn auch ziemlich verpeilten Vater. Das restliche männliche Personal war nicht unbedingt geeignet, um mit ihnen einen netten Abend verbringen zu wollen. Irgendwie waren die alle etwas zu "abgehoben". Mir fällt leider kein besseres Wort ein.
Mein Fazit: gute Grundidee, aber für meinen Geschmack schlecht umgesetzt. Immerhin wollte ich trotzdem wissen, wie das Ganze endet, aber auch das fand ich dann ein bisschen unbefriedigend. Ich glaube, ich muss doch mal wieder etwas von Bernhard Kegel lesen.