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Old 02-28-2018, 04:01 AM   #1357
Gudy
Wizard
Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Ich glaube, die Graustark-Serie von George Barr McCutcheon werde ich wohl nach dem in gnadenvoller Kürze anstehenden Ende der Lektüre des ersten Bandes nicht weiter verfolgen und die restlichen Bände ungelesen von meinem eReader löschen.

Gott, was für ein verschwurbelter Mist! OK, in mehr als 100 Jahren ändern sich die Literaturgeschmäcker, aber bei diesem Werk ist mir ernsthaft unbegreiflich, wie es zu seiner Erscheinungszeit ein Bestseller werden konnte. Die Handlung ist an den Haaren herbeigezogen, die Charaktere sind - ob Freund ob Feind - so unglaubwürdig und unsympathisch übertrieben gezeichnet, dass das Buch glatt als seine eigene Satire durchgehen kann, und sprachlich macht die Sache auch nicht viel her. Gut, wenn man all die endlosen Textpassagen gestrichen hätte, die sich dem emotional überfrachteten Innenleben des Erzählungspersonals widmen, wäre eventuell eine leidlich brauchbare Kurzgeschichte herausgekommen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Figuren nur deshalb nicht ständig von ihren überschwänglichen Gefühlen übermannt in hysterischen Ohnmächten oder Nervenzusammenbrüchen zu Boden gehen, weil ihre kernig-pseudodeutschen Naturen das von Hause aus verbieten.

Mit der Gaenor-Serie von Jonathan Feinstein bin ich da schon zufriedener. Zwar ist diese Fantasy-Serie ein wenig amateurhaft geschrieben und hat insbesondere im ersten Band The Red Light of Dawn die eine oder andere, dem Enthusiasmus des Autors geschuldete, Länge. Dafür sind die Charaktere interessant, das World-Building zumindest unterhaltsam und mit seiner Orientierung am 18./19. Jahrhundert (ohne Dampfmaschinen und Schwarzpulver) eine Abwechslung vom Mittelalter- und Steampunk-Einerlei, und das Magiesystem aufgrund seiner wissenschaftlich-alchemistisch angehauchten Basis erfrischend anders.

Ich hoffe zwar, dass die im zweiten Band The Black Cloud of Noon gerade frisch erwähnten Antagonisten nicht zu simpel gestrickt daherkommen, aber selbst wenn diese Hoffnung enttäuscht werden sollte, werde ich mich voraussichtlich weiter gut unterhalten fühlen.
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