An der Backbordreling des „Montreol“ stand weitübergebeugt Doktor Parker und hielt in der rechten Hand einen dünnen Eisendraht, der schräg nach rückwärts ins Wasser hinablief. Neben ihm lehnte der Steuermann dieses mittelgroßen Schraubendampfers, der auf Kosten des amerikanischen Milliardärs Astor ausgerüstet worden war, um für das New-Yorker Aquarium womöglich einige Riesentintenschnecken lebend zu fangen. Bisher war noch niemals ein solcher Versuch gemacht worden, da die Kosten einer derartigen Jagdexpedition zur See zu erheblich waren, dann aber auch, weil es kein Fanggerät gab, womit man diese seltsamen Bewohner der Tiefsee aus ihrem Element herausholen konnte. Erst als Doktor Parker, seines Zeichens Naturforscher und Erster Assistent am Aquarium in New York, in einer Fachzeitschrift einen Artikel veröffentlicht hatte, in dem er eine von ihm erfundene Tintenfischangel genau beschrieb, war jener bekannte Milliardär auf diese Fangmethode aufmerksam geworden und hatte sofort die nötigen Geldmittel zur Verfügung gestellt, damit die Vorschläge Parkers praktisch erprobt werden konnten und das New-Yorker Aquarium sich als erstes vielleicht rühmen durfte, einige Exemplare dieser schon in den ältesten Sagen erwähnten Riesengeschöpfe zu besitzen.
Walther Kabel schreibt hier unter dem Pseudonym W. Belka Abenteuergeschichten von Auswanderern und Verschollenen, die sich an junge Erwachsene wenden.
Text und Cover stammen von der
Walther-Kabel-Seite, vielen Dank nach dort.
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