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Old 11-10-2017, 12:04 PM   #220
Marrella
Cambrian crab
Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Bill Bryson: Mein Amerika

Quote:
Ich komme aus des Moines. Irgendjemand muss es schließlich tun.
Als der kleine Bill einen mottenzerfressenen Pullover mit aufgenähtem Blitz im Keller findet, hat er dafür nur eine Erklärung: Er ist gar kein Erdling, sondern ein Abgesandter des Planeten Elektro. Sein Verdacht erhärtet sich, als er in hellgrünen Caprihosen eingeschult wird, die nur seine Mutter geschmackvoll findet. Endgültige Gewissheit erlangt der sechsjährige Bill dann, als er aus genau dem Einweckglas, in das er immer pinkeln soll, wenn es schnell gehen muss, Dessertpfirsiche serviert bekommt.

Bill Bryson reist in seinen einzigartigen Erinnerungen zurück in das Amerika der 1950er-Jahre, wo die ersten elektrischen Dosenöffner, die ersten Kugelschreiber und Mikrowellen und der erste Sohn der Familie Bryson Begeisterung auslösten. Wie DDT und Fertiggerichte, Zigaretten, Pressgemüse und radioaktiver Niederschlag übrigens auch.
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Vor längerer Zeit hat Audible (mit Gutscheincode) drei Hörbücher von Bill Bryson verschenkt, was ich gerne in Anspruch genommen habe. Mein Amerika ist das letzte der drei, das ich noch nicht gehört hatte. Wobei ich gleich auf den "Wermutstropfen" hinweise, nämlich den Sprecher: Oliver Rohrbeck. Mit diesem Herrn habe ich bekanntlich meine Probleme, obwohl diese Autobiographie insofern erträglicher war, dass es weniger Dialoge gab, die ich bei Rohrbeck besonders schrecklich finde.

Das Buch selbst ist ein Gemischtwarenladen; einiges fand ich sehr interessant, auf anderes hätte ich lieber verzichtet. Zum Beispiel auf die Geschichte, warum Klein-Billy es furchtbar fand, wenn sein Onkel zu Besuch kam. Ich möchte die unappetitlichen Details hier nicht wiederholen. Auch sonst hat mich so manches von dem, was ein kleiner Junge lustig und/oder interessant findet, nicht wirklich interessiert, aber vielleicht liegt es daran, dass ich nie ein kleiner Junge war. Gut gefallen haben mir die Teile über die amerikanische Kultur der 50er Jahre - ich kann es nur als gruselig bezeichnen, was man damals so gemacht hat, um sich zu unterhalten. Zum Beispiel "Atombombentourismus" betreiben. Auch die oben erwähnten Details wie DDT, Fertiggerichte, Zigaretten oder Pressgemüse rufen heutzutage bestenfalls ein Kopfschütteln beim Leser bzw. Hörer hervor, um es einmal gelinde auszudrücken.

Insgesamt ist das Buch durchaus unterhaltsam, aber manchmal ist der Autor für meinen Geschmack über das Ziel hinausgeschossen.

3 Sterne
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