Das "Informationsmanagement" der Deutschen Bahn anlässlich der gestrigen massiven Luftbewegungen und der durch diese verursachten Schäden war, wie zu erwarten, unter aller Sau. Kein Krisenmanagement, das den Namen verdient hätte, keine Vorbereitung, Schaffner, die auch nach 5 Stunden Stillstand keine Information hatten, wann und ob es weitergeht (Antwort, wie sich später herausstellte: heute nicht mehr), Anzeigetafeln, die auch Stunden nach offizieller Stilllegung des gesamten Schienenverkehrs in Berlin/Brandenburg noch Schwachsinn fern jeglicher Realität anzeigten und dadurch bei den verhinderten Fahrgästen unnötig Hoffnung schürten. Selbiges gilt für die Web-Seiten der Bahn (veraltete Informationen) und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (gar keine Informationen weil abgestürzt).
Immerhin waren die Leute, die die Twitter-Feeds von S- und U-Bahn bedienten, auf Draht - großes Lob an diese Teams. Und vielen Dank an die wie immer freundlichen Mitarbeiter der ODEG(!), die gestern die "Aufwärm"-S-Bahn in Grünau betreuten und den Streckenzustand gut genug kannten, um uns die Informationen zukommen zu lassen ("Die Oberleitung ist runtergekommen, nehmen Sie ein Taxi oder lassen Sie sich abholen"), mit deren Hilfe ich dann gestern doch noch kurz vor Mitternacht zu Hause war.
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