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Old 02-14-2017, 08:47 AM   #1265
Gudy
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Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.Gudy ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Originally Posted by Gudy View Post
Da ich noch bis zum Ausstieg zwei Stationen im Zug hatte, habe ich heute morgen gleich mit Jordans Factory Orbit angefangen. Der Prolog war leider langatmig und uninteressant, daher hoffe ich, dass das noch besser wird.
Wird es. Die Geschichte hat zwar immer noch hier und da ein paar Längen, aber insgesant liest sie sich doch ganz flüssig. Nur so ein rechter Konflikt lässt auch nach 40 Prozent des Buches noch auf sich warten. Möglichkeiten sehe ich einige, mal sehen was da noch kommt.

Die Trennung nach S/F für die Bahn und Komfort-Futter für den PC zu Hause funktioniert für mich derzeit ganz gut. Jay Cantrells Runaway Train fällt definitiv in letztere Kategorie. Dafür, dass Geschichten über Musik und Musiker bei mir einen Sympathiebonus haben, empfand ich das Ganze aber dann doch als eher schwächelnd. Dabei lässt sich die Geschichte so gut an: ehemaliger Baseball-Jock, der nach einer schweren Verletzung am Anfang seiner Karriere auf Marketing umsteigen musste und nun in einem Krankenhaus arbeitet, trifft auf die ehemals nerdige Jugendfreundschaft, die er damals immer beschützte und die inzwischen zu einer der Top-Musikerinnen der Welt geworden ist. Neben dem offensichtlichen Wohlstandsgefälle des angehenden Paares gibt es da noch den klassischen Konflikt zwischen Musiker und Plattenlabel, insofern ist genug Stoff für eine gute Geschichte vorhanden.

Leider bleiben die Charaktere für mich schwer fassbar. Das lag aber weniger daran, dass sie unzulänglich beschrieben oder nicht ausreichend komplex angelegt wären, sondern dass mich öfter das Gefühl beschlich, dass sich die Charaktere so verhielten, wie es die Handlungsrichtung von ihnen verlangte, anstatt dass sich die Richtung der Handlung an den charakterlich folgerichtigen Reaktionen der Figuren orientierte.

Auch die Schwächen im Lektorat waren wieder deutlich ausgeprägt, wenn auch nicht ganz so schwerwiegend wie bei anderen Geschichten dieses Autors.

Cantrells Finding Shelter ist einige Jahre älter als Runaway Train und macht zumindest lektoratsseitig einiges besser. Leider liest sich diese Geschichte über einen geschiedenen und entsprechend zynischen Redaktionsleiter und eine umwerfend attraktive, wohlhabende aber physisch misshandelte und trotzdem lebensfrohe Unternehmerin noch mehr wie eine klassische Romance als das sonst bei Cantrell der Fall ist. Zwar schreibt Cantrell ausgewiesermaßen Romance für Männer und hält sich mit blumigen Anatomie-Umschreibungen ebenso zurück wie mit Schmachtblicken oder den sonst so genretypischen Pseudokonflikten, dafür schwächelt die Charakterdarstellung hier umso mehr, während logische Unzulänglichkeiten die Plausibilität des Handlungsverlaufes schwer beschädigen.
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