Connie Willis: Die Jahre des schwarzen Todes (Oxford Time Travel #1) (Zeitreisen, 4*)
Inhalt:
Im Jahre 2054 ist es möglich in die Vergangenheit zu Reisen, allerdings ist noch niemand ins Mittelalter aufgebrochen. Die Geschichtsstudentin Kivrin soll die erste sein und wurde dafür umfangreich vorbereitet, was die medizinisch-körperliche Verfassung angeht, um sie vor Infektionen zu schützen und auch wurde sie durch ein umfassendes Sprachstudium darauf vorbereitet, sich Vorort verständlich zu machen und sich unauffällig einzufügen. Weil alles etwas überhastet angegangen wurde, passiert aber offenbar ein Fehler, der zuständige Techniker kann aber dazu nichts mehr sagen, da er aufgrund einer plötzlich auftretenden Krankheit bewusstlos zusammenbricht. Was ist schief gegangen?
Auch Kivrin, inzwischen im Mittelalter angekommen, plagt sich mit einer fiebrigen Erkrankung, die sie nur zeitweise wach werden lässt, auch scheint es nicht möglich zu sein, mit den Menschen zu kommunizieren, nur das Latein des Dorfgeistlichen ist ihr verständlich. Wie soll sie zum Ort zurück gelangen an dem sie abgesetzt und auch wieder abgeholt werden soll? Sie selber kann sich nicht erinnern.
Kurzkritik:
Mir hat dieser Zeitreiseroman aus dem Jahre 1992 gut gefallen, was die Geschichte im Mittelalter angeht sogar sehr gut. Willis schafft es ein beeindruckendes Mittelaltersszenario zu erschaffen, was absolut realistisch wirkt, dabei muss sie keine ausufernde Handlung erfinden, das nahe liegende mittelalterliche Dorf und seine Menschen sind spannend genug. Allenfalls die Geschichte im "Jetzt" ist manchmal etwas nervend und von Wiederholungen geprägt. Leider weiß man dadurch schon zu früh, was nicht stimmt und zu welcher Zeit die Heldin angekommen ist, aber der deutsche Titel hätte es einem ohnehin verraten.
Auch insgesamt hätte die Geschichte etwas gekürzt werden können. Es ist aber trotzdem ein tolles Abenteuer, was auch ohne Liebesgeschichte bis zuletzt aufregend bleibt.
GB-Challenge -> Extra: Mittelalter