Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk (Memoirs of Lady Trent #3)
Seit Isabella Trents letzter Reise sind sechs Jahre ins Land gegangen, als sie erneut zu einer Expedition aufbricht, auf die sie erstmals ihren Sohn Jake mitnimmt, der inzwischen neun Jahre alt ist. Noch etwas ist neu, denn diesmal wird Isabella die Expedition leiten, was für eine Frau ihrer Zeit revolutionär ist. Zwei Jahre soll die Reise um die Welt auf der Basilisk dauern.
In diesem dritten Band tritt Lady Trent in die Fußstapfen von Charles Darwin, denn man muss hier unweigerlich an die legendäre Reise mit der Beagle denken. Mit dem Unterschied, dass Darwin zwar viele unbekannte Arten begegnet sind, doch keine Drachen wie in Isabellas Welt. Völlig ohne Hürden geht die Reise natürlich auch diesmal nicht ab, und wenn ich vor der Lektüre befürchtet hatte, alles werde sich nur auf dem Schiff abspielen, erwies sich diese Furcht als unbegründet, denn eine der Widrigkeiten, die Lady Trent widerfährt, ist Schiffbruch, was zu keiner Zeit eine angenehme Situation ist und was sie zu einem ausgedehnten Landaufenthalt zwingt.
Naturgeschichte einmal ganz anders - ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Challenge: Nationen (USA), 4 Sterne fürs Buch, 5 Sterne für Kate Reading für ihre Lesung
Peter Clines: The Fold
Mike Erikson verfügt über ein eidetisches Gedächtnis und einen IQ weit über dem Durchschnitt der Bevölkerung, hat sich jedoch entschlossen, ein ganz normales Leben als Englischlehrer in einer kleinen Stadt in Neuengland zu führen. Bis er eines Tages aufgrund dieser Fähigkeiten von einem alten Freund gebeten wird, als unabhängiger Gutachter für ein geheimes Projekt zu fungieren. Neugierig geworden, sagt Mike zu. Bei dem Projekt handelt es sich um das so genannte "Albuquerque-Tor", eine Art Vorrichtung zur Teleportation, die es erlaubt, große Distanzen im Raum mit einem Schritt zu überbrücken. Mittels einer mathematischen Gleichung wird der Raum gefaltet, aber ist dies wirklich so gefahrlos, wie die beteiligten Wissenschaftler behaupten?
Ich hatte Lust auf ein "Popcorn-Buch" und hatte zu diesem mehrere positive Kommentare gelesen. Erwartet hatte ich etwas im Stil von Michael Crichton, mit einer wissenschaftlichen Grundlage, aber im Stil eines Thrillers geschrieben. Die ersten beiden Drittel des Buches fand ich dann auch recht unterhaltsam, das Geheimnis, was es mit dem Tor auf sich hat, sorgte für Spannung, auch wenn die Wissenschaft für meinen Geschmack etwas zu kurz kam, zumal dieses Buch als Science Fiction verkauft wird. Nach zwei Dritteln kam es jedoch zu einem absoluten Bruch in der Handlung, der mir fast den Spaß verdorben hat. Ich möchte nicht spoilern, aber aus dem Wissenschaftsthriller wurde von jetzt auf nachher ein leider eher zweitklassiger (ich sage bewusst nicht "drittklassiger") Horrorroman. Michael Crichton trifft Stephen King beschreibt meine Gefühle noch am ehesten, wobei Peter Clines weder über Crichtons Fähigkeit für Spannungsaufbau und Actionszenen noch über Kings großartiges Erzähltalent verfügt, aber das ist nur meine sehr persönliche Meinung. Aus dem unterhaltsamen 4-Sterne-Buch wurden am Ende zwei Sterne, die ich zu dreien zusammenfasse.
Zum Sprecher Ray Porter muss ich ebenfalls sagen, dass er mich nicht wirklich begeistern konnte. Seine männlichen Stimmen und der Erzählteil waren ok, wenn auch nicht brilliant, seine Frauenstimmen klangen jedoch ein wenig wie Oliver Rohrbeck

, und das ist leider kein Kompliment meinerseits.
Buch und Sprecher: 3 Sterne
Challenge: Nationen (USA)