OK, der geringen Notabilität wegen, heute mal drei zum Preis von einem. Über C. Osborne Rapley bin ich eher zufällig gestolpert. Die am Computer gerenderten Umschlagbilder seiner Space-Opera-Geschichten verheißen nichts Gutes, aber man soll ja ein Buch nicht anhand seines Umschlagbildes beurteilen. Aber manchmal weist so ein Umschlagbild schon in die richtige Richtung...
Der erste Band seiner Guardian-Serie, Guardian Awakening fängt ja nicht sooo übel an - Kriegsveteran, dem das Leben hart mitgespielt hat, rettet Alien-Piloten nach deren Absturz und verlässt in deren Begleitung die Erde, auf der ihn nichts mehr hält. So weit, so gut. Dass das Imperium der besagten Aliens eine Sklavenhaltergesellschaft mit faschistoiden Zügen ist, stellt sich natürlich erst heraus, nachdem die interstellare Romanze in vollen Zügen ist. Ebenso, dass der Protagonist ein reinrassiger(!) Nachfahre der titelgebenden Wächter des Vorgänger-Imperiums ist. Ich bin ja, milde gesagt, kein Freund des "vorhergesagter Erlöser"-Klischees, und wenn es dann noch so derart unplausibel daherkommt, ist bei mir der Ofen aus. Das ganze ist natürlich weder die einzige Schwäche, noch gar die einzige Unplausibilität der Geschichte, daher definitiv keine Leseempfehlung.
Letztere gibt es auch für Minara und Varna nicht, die ersten beiden Bände in Rapleys Grojan War-Universum. Auch hier haben wir wieder eine technisch überlegene und leicht faschistoide Gesellschaft von elfenartig aussehenden Aliens, diesmal im Krieg gegen die Menschheit, welchen letztere haushoch verlieren. Die Plausibilitätsmängel sind diesmal nicht ganz so eklatant, dafür gibt es ihrer mehr. Viel mehr. Und Klischees. Soooo viele Klischees. Und das ganze Universum ergibt keinen rechten Sinn. Und die Zufälle erst. Und, und, und.
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