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Old 05-07-2016, 06:15 AM   #160
Marrella
Cambrian crab
Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.Marrella ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Chris Beckett: Dark Eden

Dark Eden erzählt die Geschichte der (unfreiwilligen) Siedler auf dem Planeten Eden. Sie sind die Nachfahren der Astronauten, die einst dort die erste Kolonie gründeten. Sie kamen von einem legendären Planeten, der Erde hieß und auf dem das Licht vom Himmel kam und nicht von den leuchtenden Pflanzen, die die dunkle Welt Eden erhellen. Jedes Jahr begeht die Familie das Jubiläum der Gründung ihres Clans vor gut 150 Jahren mit immer wiederkehrenden Festlichkeiten, doch die Tradition beginnt zu bröckeln, weil die jüngste Generation der Meinung ist, es sei an der Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden und etwas Neues zu beginnen...

Ich weiß nicht, wie ich diesen merkwürdigen Roman beschreiben soll. Anfangs fand ich ihn sehr gewöhnungsbedürftig, schon allein wegen der Sprache (die sich seit der Ankunft der ersten Siedler auf Eden natürlich weiterentwickelt hat), doch je weiter ich las, desto mehr faszinierte mich diese ungewöhnliche Geschichte. Die Welt, die Beckett hier geschaffen hat, wirkt wirklich fremd und nicht wie ein Abklatsch der Erde in einem anderen Sternsystem. Die Tatsache, dass der Clan auf Eden von einer einzigen "Eva" abstammt, bringt zudem alle Probleme mit sich, die Inzucht im Allgemeinen hat. Die Bewohner von Eden sind nach nicht einmal 200 Jahren der Isolation natürlich noch Menschen, aber man hat den Eindruck, sie sind auf dem Weg, eine eigene Rasse zu werden. Nach und nach entdeckt der Leser zusammen mit den Hauptfiguren die wahren Begebenheiten über den Ursprung der Familie, und man kann sich denken, dass nicht alles so "golden" ist, wie die Tradition es uns glauben machen wollte.

Es gibt inzwischen eine Fortsetzung, die ich sicher irgendwann lesen werde, Dark Eden funktioniert jedoch auch sehr gut als Einzelband.

Challenge: GB - British Science Fiction Awards (2012 nominiert), 4 Sterne
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