Puh, jetzt habe ich endlich auch die dicke Dahak-Trilogie von David Weber geschafft. Und lasse sie mit etwas gemischten Gefühlen zurück.
Die Prämisse aus dem ersten Teil, Mutineers' Moon, fand ich spannend und interessant, und der Konflikt war glaubwürdig, wenn das auch nicht auf alle Charaktere und ihre Reaktionen zutraf. Aber in genau dieser Prämisse lag auch die Saat für die Schwächen des zweiten Teils, The Armageddon Inheritance, welcher die eigentliche Kerngeschichte abschließt: Zu unmenschlich groß und übermächtig war die Bedrohung, entsprechend außermenschlich konnte nur die Lösung sein. Was sie dann auch war, womit sie nur knapp an einem Deus-Ex-Machina vorbei schlitterte.
Teil drei, Heirs of Empire, ist eher so etwas wie ein Spin-Off als eine echte Fortführung der Kerngeschichte, da es hauptsächlich um die Kinder der Protagonisten aus den ersten beiden Teilen sowie die Überreste des Konfliktes aus dem ersten Teil ging. Insbesondere letzteren empfand ich in diesem ohnehin schon recht langen Buch als eher störend. Wenn die jungen Helden schon eine spannend erzählte Erstkontaktgeschichte durchleben, brauche ich nun wirklich nicht die Sprünge zu einer stinknormalen Terrorismus-Spionage-Thriller-Story. Schon gar nicht, wenn sich diese just am Höhepunkt des Konfliktes der Erstkontaktgeschichte in den Vordergrund drängt und die jungen Helden dann erst wieder im Epilog auftreten, um ihren Erfolg per "E-Mail" zu verkünden. Der damit einhergehende Spannungsabfall ist derartig gigantisch, dass ich dem Autor dringend die Konsultation eines kompetenten Elektrikers empfehle.
Generell fand ich vieles in der Dahak-Trilogie zu oberflächlich und unausgegoren. Eine Leseempfehlung kann ich daher nur bedingt aussprechen.
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