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Originally Posted by brucewelch
Na gut, wenn hier keine Post mehr kommt, dann ziehe ich für mich mal folgendes Fazit:
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Ich würde das Fehlen von Antworten nicht mit Desinteresse gleichsetzen. Das Problem ist eher "systembedingt", weil bei eReadern mit Touchscreens bestimmte Bildbereiche auch für das Weiter- bzw. Zurückblättern vordefiniert sind und das Gerät das nicht genaue Tippen auf einen Link als Weiterlättern-Geste auffassen kann.
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Originally Posted by brucewelch
1. Das Projekt "universelles elektronisches Lesegerät via E-Ink" ist vorerst gescheitert.
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Das gilt allenfalls für Benutzer im wissenschaftlichen Bereich, die eBooks wegen mangelnder Seitenzahlen nicht (so einfach) zitieren können. Und da die meisten Leser wahrscheinlich eher Belletristik mit eBook-Lesegeräten lesen, ist es nicht verwunderlich, dass die Fußnotenfunktion nicht so übermäßig gut entwickelt ist.
Allerdings unterstützen einige Lesegeräte auch bei ePub2-Büchern die heuristische Fußnotenerkennung. D.h. Fußnoten werden (auch ohne besondere semantische Markierung) als
Popups angezeigt, wenn sie als Endnoten definiert wurden. Und im ePub3-Standard wurde extra ein
spezielles Fußnoten-Markup eingeführt.
D.h. es besteht durchaus Hoffnung, dass die nächste Generation von eBook-Lesegeräten mit ePub3-Unterstützung und noch hochauflösenderen Displays Fußnoten besser erkennen wird.
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Originally Posted by brucewelch
2. Die Produzenten setzen nur noch auf ex-and-hop-Lektüre, und die Leser stellen sich dem nicht entgegen.
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Da der Otto-Normal-Leser i.d.R. nicht die entsprechenden technischen Kenntnisse hat und deshalb auch nicht weiß, dass man u.a. Fußnoten besser gestalten könnte ist das nicht weiter verwunderlich.
Ich finde es viel nervender, dass große deutsche eBook-Dienstleister bei Büchern oft anstelle des Autors den Verlag bei den Metadaten eintragen, worüber sich auch keiner beschwert.
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Originally Posted by brucewelch
3. Wer die vielfältigen Möglichkeiten eines vollverlinkten eBooks als Buchmacher auslotet, arbeitet inzwischen für die Katz, will sagen: für eine Minderheit von Spezialisten [...]
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Er arbeitet auch für eine Minderheit von Lesern, die diese Bücher auf Tablets mit hochauflösenden Bildschirmen lesen und Fußnoten problemlos auswählen können.