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Old 12-30-2010, 07:00 PM   #1
Hildegunst
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Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!Hildegunst , Klaatu Barada Niktu!
 
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Device: ehemals PB Pro 903 (wurde geklaut). Sony PRS-650.
Knallharter Praxistest ;) Pocketbook 903 vs. Papier

An Weihnachten hatte ich ausgiebig Zeit, klassisches Papier zu testen und mich somit auf einen Vergleich mit meinem Pocketbook Pro 903 vorzubereiten. Letzteres konnte ich inzwischen in meiner Packstation abholen und nach langem Auftauen und Akkuaufladen in Betrieb nehmen. Zuvor spielte ich noch die aktuelle Firmware 2.0.4 ein.

Testdisziplin 1: Zeitung lesen

Bereitstellung:
Am Morgen liegt die papiernere Zeitung vor der Tür. Nach dem unkomfortablen Gang zum Briefkasten (Aufschließen, Schnee, Eis, Kälte) ist die Zeitung sofort lesebereit. Zeit bis zum Lesestart: 58 sec.

Nun das gleiche mit dem Pocketbook 903: Aufruf des Webbrowsers, URL http://www.taz.de/digitaz/.e-abo eingeben. Benutzername und Passwort eingeben. Auf die neueste TAZ als ePub klicken. Wunderbar: Bisher führt Pocketbook mit 38 sec. Schade. Leider beendet sich nach dem Klick auf das ePub-File der Browser. Eigentlich wünsche ich mir auf der Startseite einen Button "Zeitung", der dann komplett automatisch die o. g. URL aufruft, damit ich die aktuelle Zeitungsausgabe herunterladen kann. Benutzername und Passwort sollten dabei auch speicherbar sein. Da der Download über den integrieren Browser aber nicht funktioniert, muss ich mein Notebook hochfahren, dort über den Browser das ePub-File herunterladen, es per USB-Kabel auf mein Pocketbook kopieren. Das ist umständlich und dauert. Zeit bis zum Lesestart: 5:56 min. Immerhin, die Zustellung ist sicher und fällt nicht aus, wenn der Zusteller einmal verschlafen hat.

Lesekomfort:
Zwar ist die Zeitung auf Papier in bester Qualität abgedruckt, teilweise sogar in Farbe. Doch die große Zeitung (gefühltes A2-Format beim Aufblättern) ist sehr unhandlich, was dazu führt, dass die Zeitung beim Lesen sich umbiegt oder zerfleddert. Hinterher sieht sie deutlich gebraucht aus. Da hat man fast gar keine Lust umzublättern. In der Straßenbahn würde man nun noch seinen Sitznachbarn mit der Zeitung zudecken. Ob das dem gefällt? Das gibt Punktabzug.

Dagegen das Pocketbook, das genau die richtige Größe hat, angenehm in der Hand liegt, schnell reagiert bei einem angenehmen Tastendruck, der weder zu schwergängig noch zu leichtgängig ist. Das eInk-Display ist beinahe so kontraststark wie die Zeitung und liest sich selbst in der Straßenbahnbeleuchtung ermüdungsfrei und angenehm. Ein bisschen mehr Platz würde ich mir trotzdem wünschen, doch die TAZ im ePub-Format gefällt. Per Tastendruck ist das Inhaltsverzeichnis sofort lesbar und man kann dann per Stift-Berührung zum Artikel des Interesses springen. Anschließend wieder zurück ins Inhaltsverzeichnis, so sollte es sein. Auch die eingebetteten Grafiken, wie z. B. Karrikaturen sind gut lesbar.

Zwischenstand: Die klassische Zeitung steht schneller, wenn auch mit tiefgefrorener Nase des Lesers, pünktlich zum Frühstück zur Verfügung, da das direkte Herunterladen auf dem Pocketbook per WLAN/Internet leider (noch) nicht funktioniert. Demgegenüber gefällt der höhere Lesekomfort, das gute eInk-Display, das tolle, handliche Format des Lesegeräts und die neidischen Blicke der Straßenbahnmitfahrer. Kleiner dürfte das Display zum Zeitunglesen aber wirklich nicht sein. Auch der Wald freut sich, dass mehr Bäume stehen bleiben. Die Altpapiersammler schauen hingegen leider in die Röhre.

[Fortsetzung folgt ...]
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