Sony zeigt auf der anderen Seite, daß man mit hochwertiger Hardware hohe Preise verlangen kann, sogar mit bescheidener Software und ohne eine Anbindung an einen Shop.
Pocketbook würde ich hardwaremäßig zwischen Sony/Amazon und dem Rest einordnen. Es fehlt nicht nur das Pearl Display. Amazon hat einen mehr als genialen Shop, Sony überragende Designer und wie sie aus der Pleite mit den 600er Touchscreens gelernt haben, ist auch beachtenswert.
Zum Design und zum Gefühl einer Wertigkeit gehört für mich auch das Zubehör. Waldemar gibt sich alle Mühe, aber 5 Plastikklemmen im Cover können nicht mit den Möglichkeiten konkurrieren, die zwei kleine Einkerbungen an den Readern bei Sony eröffnen.
Und bei der Software hat Pocketbook leider in letzter Zeit zu oft für den Anwender ärgerliche Updates auf den Markt gebracht.
Das sind meiner Meinung nach die Gründe, warum für PB die Luft oben noch zu dünn ist, um Preise verlangen zu können, die, nur auf die Hardware bezogen, profitabel sind. Ein Pearl-Display oder eine geniale und funktionierende Software würden das schon ändern können. Oder der Durchbruch bei der Shopanbindung, aber damit ist angesichts der Verlagspolitik und des Adobe-DRM leider nicht zu rechnen.
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