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Tischbein, Heinrich Wilhelm: Aus meinem Leben. (german) V1. 21 May 2013
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Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, genannt Goethe-Tischbein (15. Februar 1751 in Haina (Kloster) — 26. Februar 1829 in Eutin) war ein deutscher Maler aus der hessischen Malerfamilie Tischbein.
Tischbein war zunächst ein Schüler seines Onkels Johann Jacob Tischbein in Hamburg. 1772/1773 unternahm er eine Studienreise nach Holland und arbeitete ab 1777 erfolgreich als Porträt-Maler in Berlin. Wie viele seiner Malerkollegen (z. B. Angelika Kauffmann) strebte Tischbein einen Studienaufenthalt in Italien an. Seinen ersten Aufenthalt in Rom konnte er 1779 mit einem Stipendium der Kasseler Akademie antreten. Dabei vollzog er nach einem intensiven Studium antiker Kunstwerke die Wende vom Stil des Rokoko zum Klassizismus. Er malte hier Landschaftsbilder, Historiengemälde und Stillleben. 1781 musste er aus Geldnot den Rom-Aufenthalt abbrechen. Er wandte sich danach nach Zürich, wo er im Bannkreis des Physiognomen Lavater und des Philologen Bodmer wirkte. 1783 konnte er nach Rom zurückkehren, nachdem ihm durch Goethes Vermittlung von Herzog Ernst II. von Gotha-Altenburg ein weiteres Stipendium von 100 Dukaten jährlich bewilligt worden war. Bei diesem zweiten Italien-Aufenthalt, der bis 1799 dauerte, freundete er sich 1786 mit dem inkognito reisenden Goethe an, mit dem er 1787 nach Neapel reiste (vgl. "Italienische Reise"). 1786 entstand auch das berühmte Gemälde Tischbeins, das Goethe als Reisenden in der römischen Campagna zeigt und das zum Inbegriff der Sehnsucht nach Arkadien wurde. Es gelangte später nach Deutschland und wurde 1887 aus der Bankiers-Familie Rothschild dem Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main geschenkt, wo es noch heute zu sehen ist. Vom Herbst 1789 bis 1799, als französische Truppen in Neapel einmarschierten, war Tischbein Direktor der noch heute bestehenden dortigen Kunstakademie (Accademia di Belle Arti). Ab 1808 wirkte er am Hofe von Peter I., dem Prinzregenten von Oldenburg. Weniger bekannt ist das literarische Schaffen Tischbeins, seine Autobiographie Aus meinem Leben (niedergeschrieben seit 1810) und seine von Goethe hoch geschätzten Briefe. Dieser Teil seines Oeuvres wird in der Studie des Schriftstellers Friedrich Ernst Peters gewürdigt, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829). (aus Wikipedia) Aus meinem Leben. Autobiographie. Entstanden ab 1810. Hrsg. von Dr. Carl G. W. Schiller. C. A. Schwetschke und Sohn, Braunschweig 1861. |
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