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-   -   Philosophy Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes (https://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=194248)

medard 10-18-2012 05:46 PM

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich: Phänomenologie des Geistes
 
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Georg Wilhelm Friedrich Hegel (* 27. August 1770 in Stuttgart; † 14. November 1831 in Berlin) war ein deutscher Philosoph, der als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus gilt.

Hegels Philosophie erhebt den Anspruch, die gesamte Wirklichkeit in der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen einschließlich ihrer geschichtlichen Entwicklung zusammenhängend, systematisch und definitiv zu deuten. Sein philosophisches Werk zählt zu den wirkmächtigsten der neueren Philosophiegeschichte.

Die Phänomenologie des Geistes ist das 1807 veröffentlichte erste Hauptwerk des Philosophen. Es stellt den Ersten Theil seines Systems der Wissenschaft dar. Der »Phänomenologie« sollte sich die Darstellung der »Realen Wissenschaften« anschließen - die »Philosophie der Natur« und die des »Geistes«.

Hegel entwickelt in dieser Wissenschaft von den Erscheinungsweisen des Geistes das Emporsteigen des Geistes von der einfachen, naiven Wahrnehmung über das Bewusstsein, das Selbstbewusstsein, die Vernunft, Geist und Geschichte, die Offenbarung bis hin zum absoluten Wissen des Weltgeistes. Dabei untersucht er das Werden der Wissenschaft als Einheit von Inhalt und Methode sowie die Erscheinungen des Geistes als Verwirklichung unseres Selbst, als Einheit von Sein und Nichts ebenso wie als absolute Ganzheit. Ort der Wahrheit ist dabei der Begriff im wissenschaftlichen System und nicht die Anschauung. Die Erkenntnis der Wahrheit liegt in der Einsicht, dass die Gegensätzlichkeit von Subjekt und Objekt dialektisch auf einem höheren Niveau aufgehoben wird, da das eine nicht ohne das andere existiert, beide also eine Einheit bilden.

Das Werk setzt sich sowohl mit erkenntnistheoretischen als auch ethischen und geschichtsphilosophischen Grundfragen auseinander. Von besonderer Bedeutung ist die Rezeption des Kapitels über das Selbstbewusstsein, das die dialektische Betrachtung von Herrschaft und Knechtschaft enthält.

Spinnenmonat 10-18-2012 07:49 PM

Mein Herr, warum weißt du, was ich denke und was für eine Bitte ich in ein paar Wochen richten möchte?

doubleshuffle 10-18-2012 11:10 PM

Super. War noch auf der Suche nach was Leichtem fürs Wochenende!

:mad:

medard 10-24-2012 11:23 AM

Das war nun eigentlich nur als Beilage zum neuen E-Buch von Sebastian Rödl gedacht gewesen. Falls man bei der Lektüre noch mal nachschlagen will bei Herrn Hegel. - Es reicht völlig, das Buch einfach nur bis zum Kapitel B (IV A/B) durchzugehen. Das andere Zeug das danach kommt ist nicht so wichtig..

doubleshuffle 10-24-2012 05:37 PM

Habe gerade die ersten 1,5 Absätze des Vorworts dieses epochalen Werks gelesen. Ganz ehrlich: Wenn ich manchmal wehmütig meine, eine akademische Karriere wäre doch ganz nett gewesen, dann versöhnt mich nichts so mit meinem tatsächlichen Leben wie der Gedanke, dass ich dann auch wieder solche Bücher lesen müsste...

:rimshot:
:beer:

medard 10-24-2012 05:56 PM

Das ist wirklich ein gutes Buch. Man darf nur nicht den Fehler begehen, diese Sachen wie ein Lehrbuch zu behandeln, dessen Inhalt man irgendwie beherrschen müsse. Im Gegenteil, es ist kann durchaus angebracht sein, sich für einen gewissen, zuvor definierten Zeitraum vom Werk beherrschen zu lassen..

Es ist ein schwer verständliches Buch, ja. Aber man darf dort nicht so bei einzelnen Formulierungen hängen bleiben, man muss versuchen, dort zügig hindurchzugehen. Hegel wiederholt sich auch öfters in diesem Werk, er erläutert dann später, was er eigentlich meint.. Wenn ihm denn auffällt, dass das für enen Nicht-Hegel jetzt etwas unverständlich sein könnte. Und das muss man ihm ja sagen, das merkt er nicht von selber.

Man kann es so lesen wie den etwas verzweifelten Versuch eines Ausserirdischen, aus seinem Bewusstseinsstrom zu berichten. Wie einen Roman, in dessen Zentrum Entwicklung steht. - Ich mag das Buch sehr, aber man sollte es auch nicht überschätzen oder zu wichtig nehmen. Es gibt viele gute Bücher..

:beatnik:

doubleshuffle 10-24-2012 06:44 PM

Naja, den Hegel will ich schon irgendwann mal lesen, durchaus. Aber das Deutsch, das ich da beim Rödl finde, da bräucht ich zuviel Aspirin. (Vielleicht ist es ja die Übersetzung, und das Original hat einen besseren flow.)

Aber generell lese ich einfach lieber Literatur als Philosophie. Ich glaube, mein Stoßseufzer galt vor allem der Tatsache, dass ich in meiner Freizeit fast immer das lesen kann, was mir Spaß macht. Dass ich berufsbedingt demnächst den verschnarchten Homo faber mal wieder lesen muss, finde ich schlimm genug.

medard 10-24-2012 06:55 PM

Der Rödl ist extrem, aber er meint, wirklich etwas ganz substantielles entdeckt zu haben. Das wird man sich nun anschauen, und man hat damit auch ein paar Jahre Zeit; es genügt völlig, bei solchen Werken am Tag einen Absatz oder eine Seite zu lesen, und sich dann wieder anderen Dingen zuzuwenden.

Deshalb gibt es Seminare, in denen man mit Menschen, bei denen man eine gewisse Grungzuneigung verspürt, solche Dinge gemeinsam liest und sich auch gegenseitig motiviert. Das muss ja nicht an einer Hochschule sein, solche Lektürezirkel gibt es an verschiedenen Orten.

Selbstbewusstsein, yeah.. :sleepy:


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