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Sienkiewicz, Henryk: Der Leuchtturmwächter german 17.11.2009

Erzählung - Leseprobe:

Der Leuchtturmwächter in Aspinwall, unweit Panama, war verschollen.
Man vermutete, daß der Unglückliche hart ans Ufer des felsigen Inselchens gegangen war, auf welchem der Leuchtturm steht, und von einer Woge weggeschwemmt wurde, und diese Vermutung war um so wahrscheinlicher, als man am nächsten Tage seinen in der Felsenbucht stehenden Kahn nicht fand. Der auf diese Weise frei gewordene Posten eines Leuchtturmwächters mußte sofort wieder besetzt werden, da der Leuchtturm sowohl für den lokalen Verkehr wie für die von New York nach Panama gehenden Schiffe von großer Bedeutung war.
Der Meerbusen ist reich an Sandbänken und Flugsand, und der Weg selbst am Tage ein schwieriger, und nachts, besonders durch den von der Tropensonne erhitzten Gewässern oft aufsteigenden Nebel beinahe unpassierbar. Dann ist der einzige Wegweiser für die zahlreichen Fahrzeuge das Licht der Meereslaterne. Die Sorge, einen neuen Leuchtturmwächter ausfindig zu machen, fiel dem in Panama residierenden Konsul der Vereinigten Staaten zu, und es war keine geringe Sorge, erstens schon deshalb, weil der Nachfolger innerhalb zwölf Stunden gefunden werden mußte, zweitens, weil nur ein überaus gewissenhafter Mensch den Posten bekleiden darf, und so konnte man nicht den ersten besten anstellen, und schließlich fehlte es überhaupt an Kandidaten für diese Stelle. Das Leben auf dem Turm ist ein überaus mühseliges und bietet für die an Müßiggang und freies Bummlerleben gewohnten Südländer gar keinen Reiz. Sonntag ausgenommen, kann er sein felsiges Eiland gar nicht verlassen. Aus Aspinwall bringt ein Boot ihm einmal des Tages Lebensmittel und frisches Wasser. Dann entfernen sich die Schiffer sofort, und auf dem ganzen Inselchen, das einen Morgen Ausdehnung hat, bleibt niemand. Der Wächter wohnt im Leuchtturm und hält ihn in Stand; am Tage gibt er Signale durch das Hissen verschiedenfarbiger Flaggen, laut den Weisungen des Barometers, und abends zündet er das Licht an. Das wäre keine große Arbeit, wenn nicht der Umstand da wäre, daß man, um zu den Feuerstätten auf der Turmzinne zu gelangen, über vierhundert gewundener und sehr hoher Stufen steigen müßte, welchen Weg der Wächter oft einigemal täglich zurücklegen muß. Überhaupt ist dies ein Kloster-, ja noch mehr ein Einsiedlerleben. Kein Wunder also, daß Mister Isaak Folcombridge in nicht geringer Verlegenheit war, um einen ständigen Nachfolger für den Verschollenen zu finden und man wird vielleicht seine Freude begreifen, als sich noch an demselben Tage ein Bewerber unverhofft meldete. Es war ein schon bejahrter Mann, vielleicht schon über siebzig, aber rüstig, stramm, Bewegung und Haltung die eines Soldaten. Er hatte ganz weißes Haar, die Gesichtsfarbe gebräunt wie bei den Kreolen, aber nach den blauen Augen zu schließen, war er kein Südländer. Sein Gesicht war vergrämt und traurig, aber ehrlich. Beim ersten Blick gefiel er Folcombridge, aber es war nötig, ihn zu examinieren, infolgedessen entspann sich folgendes Gespräch: »Woher seid Ihr?«
»Ich bin ein Pole.«
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