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Old 11-13-2009, 10:38 PM   #1
Insider
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Dauthenday, Max: Josa Gerth german 14.11.2009

Max Dauthendey wurde am 25. Juli 1867 in Würzburg geboren. Sein Vater war ein bekannter Fotograf, in dessen Atelier der junge Dauthendey von 1886 bis 1889 als Fotograf arbeitete. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Berlin begann er ein ruheloses Wanderleben und bereiste die gesamte Welt. Bei seinem Aufenthalt in Java wurde er vom 1. Weltkrieg überrascht und starb an einer tropischen Krankheit am 29. August 1918 in Malang/Java.

Leseprobe:
Tränen – Tränen im Frühling! Das Licht steht still und horcht, und die Lüfte halten den Atem an und lauschen, und alles starrt auf das schluchzende Kind.
Seine Arme umschlingen den Baum. Sie pressen ihn fest. So fest, daß das Blut stockt, die Adern schwellen, und dann zittert und glüht das junge Herz.
Die Einsamkeit sieht es groß und ernst an:
»Warum weinst du, Mädchen?«
Das Schweigen saugt ihm die Tränen von den Wimpern:
»Warum weinst du, Mädchen?«
Niemand weiß es. Niemand sagt es ihr.
Kein Leid, kein Schmerz ätzt ihre Seele. Und doch diese Tränen, dies Schluchzen.
Der Himmel ist blank und leuchtend. Das Sonnengold jauchzt. Licht und Klarheit wogen trunken im blendenden Äther.
Aber die Erde liegt noch im Frühlingsdämmern. Aus ihrer Brust quillt der Atem, leise zögernd, aber berauschend, kraftschwellend in gärender Macht, die junges, zündendes Blut durch winterschlaffe Adern treibt.
Das Licht zerschlägt schäumend die Wolken. Stürzt rauschend nieder. Küßt ihre Lippen. Küßt sie heiß, stürmisch. – Da schlägt die Erde die Augen auf.
Sie lacht nicht. Sie seufzt nicht. Sie ruht ganz, ganz still, gelähmt von der Starre des keimenden Erwachens. Die Gedanken, den trägen, warmen Schlaf in den Gliedern, stehen erst an der Schwelle des Bewußtseins. Unschlüssig, halb wachend, halb träumend, mit taumelndem Blick zum Lichte wankend. Das alles sah das Kind.
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Old 11-14-2009, 05:11 AM   #2
mtravellerh
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Max Dauthendey wurde am 25. Juli 1867 in Würzburg geboren. Sein Vater war ein bekannter Fotograf, in dessen Atelier der junge Dauthendey von 1886 bis 1889 als Fotograf arbeitete. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Berlin begann er ein ruheloses Wanderleben und bereiste die gesamte Welt. Bei seinem Aufenthalt in Java wurde er vom 1. Weltkrieg überrascht und starb an einer tropischen Krankheit am 29. August 1918 in Malang/Java.

Leseprobe:
Tränen – Tränen im Frühling! Das Licht steht still und horcht, und die Lüfte halten den Atem an und lauschen, und alles starrt auf das schluchzende Kind.
Seine Arme umschlingen den Baum. Sie pressen ihn fest. So fest, daß das Blut stockt, die Adern schwellen, und dann zittert und glüht das junge Herz.
Die Einsamkeit sieht es groß und ernst an:
»Warum weinst du, Mädchen?«
Das Schweigen saugt ihm die Tränen von den Wimpern:
»Warum weinst du, Mädchen?«
Niemand weiß es. Niemand sagt es ihr.
Kein Leid, kein Schmerz ätzt ihre Seele. Und doch diese Tränen, dies Schluchzen.
Der Himmel ist blank und leuchtend. Das Sonnengold jauchzt. Licht und Klarheit wogen trunken im blendenden Äther.
Aber die Erde liegt noch im Frühlingsdämmern. Aus ihrer Brust quillt der Atem, leise zögernd, aber berauschend, kraftschwellend in gärender Macht, die junges, zündendes Blut durch winterschlaffe Adern treibt.
Das Licht zerschlägt schäumend die Wolken. Stürzt rauschend nieder. Küßt ihre Lippen. Küßt sie heiß, stürmisch. – Da schlägt die Erde die Augen auf.
Sie lacht nicht. Sie seufzt nicht. Sie ruht ganz, ganz still, gelähmt von der Starre des keimenden Erwachens. Die Gedanken, den trägen, warmen Schlaf in den Gliedern, stehen erst an der Schwelle des Bewußtseins. Unschlüssig, halb wachend, halb träumend, mit taumelndem Blick zum Lichte wankend. Das alles sah das Kind.
Schööön!
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