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Frodok
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Pfeiffer, Ida: Meine zweite Weltreise. (german) V1. 03 Apr 2013

Ida Pfeiffer, geb. Reyer (14. 10. 1797, Wien – 27. 10. 1858, Wien) war eine österreichische Reiseschriftstellerin und gilt als die bedeutendste Weltreisende des 19. Jahrhunderts.

Ihr Vater, der Textilfabrikant Aloys Reyer, starb, als sie 9 Jahre alt war. Hatte sie bislang mit ihren fünf Brüdern in Hosen herumgetollt, mit Gewehr und Trommeln gespielt, musste sie sich nun nach dem Willen ihrer Mutter endlich wie ein Mädchen benehmen, Röcke tragen, Klavierunterricht nehmen und gemessene Schritte machen.

Obwohl Ida bereits als Kind vom Reisen träumte, ging sie 1820 mit dem 24 Jahre älteren Rechtsanwalt Dr. Mark Anton Pfeiffer eine Vernunftehe ein und bekam zwei Söhne.

Fast 45 Jahre alt - ihre beiden Kinder erwachsen, vom Mann getrennt lebend - begann Ida ein selbständiges Reise- und Forscherleben.

Am 22. März 1842 verließ Ida Pfeiffer mit nur geringer Barschaft ihre Heimatstadt Wien auf einem Dampfer in Richtung Jerusalem. Zu einer Zeit, als der Orient von bewaffneten Expeditionen eben erst erkundet wurde, war es völlig undenkbar, dass sich eine Frau ohne männlichen Begleitschutz auf ein solches Abenteuer einließ. In Jerusalem besuchte sie die historischen Orte aus dem Leben Jesu Christi und wagte sich schließlich im Schutze einer bewaffneten Mannschaft bis zum Roten Meer. Nach fast neun Monaten kehrte Ida heim, doch ihr Fernweh ließ sie nicht mehr los.

1846 bis 1848 bereiste sie auf ihrer 1. Weltreise Brasilien, die Gesellschaftsinseln, Tahiti, Hongkong und Sri Lanka. Zurück in ihre Heimat kam sie nur, um Pflanzen und andere "Reise-Mitbringsel" zu verkaufen und neue Reisen vorzubereiten. Schilderungen ihrer Reisen erschienen unter anderem als Feuilletons in der Presse, Idas Reisetagebücher wurden zu Bestsellern und in sieben Sprachen übersetzt.

Unterstützt von Regierungsstellen, unternahm sie 1851 bis 1855 eine 2. Weltreise, die sie über Südafrika zu den Sundainseln führte, wo sie eineinhalb Jahre verblieb. Anschließend bereiste sie Süd- und Mittelamerika. Von diesen Fahrten brachte sie reiche Sammlungen für das kaiserliche Naturalienkabinett mit, die sich heute im Naturhistorischen Museum befinden. Die Geographischen Gesellschaften von London, Paris und Berlin ernannten sie zu ihrem Ehrenmitglied.

1856, mit 59 Jahren, wollte Ida Pfeiffer ihre 3. Weltreise antreten. Sie führte sie zuerst nach Madagaskar, wo sie zunächst von der Königin Ranavola huldvoll aufgenommen wurde. Durch die Machenschaften eines französischen politischen Abenteurers, mit dem sie völlig schuldlos in Zusammenhang gebracht wurde, fiel sie jedoch bei Hof in Ungnade, wurde für längere Zeit in Haft genommen und gemeinsam mit einigen anderen Europäern durch mit Madagaskar-Fieber verseuchte Landstriche im Schneckentempo zur Küste gebracht. Die Strecke hätte in acht Reisetagen bewältigt werden können, wurde aber auf 53 ausgedehnt.

Schon auf der Heimreise brach die Krankheit, von der sie sich nie mehr erholen sollte, mit einem heftigen Anfall aus. Sie kehrte geschwächt nach Wien zurück und starb in der Nacht von 27. auf den 28. Oktober 1858.

Auf ihren Reisen hatte sie 32 insgesamt 240.000 km zur See und 32.000 km auf vier Kontinenten zurück. Sie schrieb darüber 5 Bücher, die in sieben Sprachen übersetzt wurden. Grillparzer nannte sie die "vortreffliche, kühne, erdumwandernde Frau Ida Pfeiffer" und Wien widmete ihr ein Ehrengrab auf dem Zentralfriedhof. Der Vorsitzende der k.k. Geographischen Gesellschaft nannte sie 1897 "…auch heute noch unstreitig die bedeutendste Weltreisende". Danach geriet sie für rund 100 Jahre in Vergessenheit. (nach Austria-Lexikon und Wikipedia)

Ida Pfeiffer: Meine Zweite Weltreise. (Wien, 1856). Zunächst wollte sich Ida Pfeiffer nun, im Alter von 54 Jahren, endgültig zur Ruhe setzen – gab diesen Vorsatz aber wieder auf und verließ im Mai 1851 abermals Wien, um über London nach Südafrika zu reisen. In Kapstadt überlegte sie, ob das Innere Afrikas und danach Australien ihre nächsten Ziele sein sollten, überquerte dann jedoch den Indischen Ozean Richtung Singapur. Von dort aus erkundete sie die Inselvielfalt Holländisch-Indiens, des heutigen Indonesien, mit den Hauptinseln Borneo, Java und Sumatra. Insbesondere ihr Weg durch das Innere Borneos, das sie als erste Weiße durchquerte, wurde später zum Vorbild für andere Forschungsreisende. Auf Sumatra wagte sie sich 1852, auch hier als erste Weiße, zu den Batak, die den Ruf hatten, Menschenfresser zu sein.

Nachdem sie noch die Sundainseln und die Molukken besucht hatte, segelte sie über den Pazifik und traf im September 1853 in Kalifornien ein. Hier, in der letzten Phase des großen kalifornischen Goldrauschs, besuchte sie einige der Goldgräberstädte. Danach wandte sie sich südwärts nach Ecuador und Peru. Eine Revolution zwang sie, die geplante Reiseroute zu ändern. Statt über die Anden nach Brasilien zu gehen, fuhr sie zurück nach Ecuador, überquerte die Kordilleren und erreichte Ende Mai 1854 über Panama wieder Nordamerika. In New Orleans sah sie die Sklavenmärkte, reiste anfangs auf dem Mississippi nordwärts – unter anderem nach Chicago, zu den Großen Seen und den Niagarafällen. Nach Aufenthalten in New York und Boston betrat sie im November 1854 in London wieder europäischen Boden. 1856 ließ sie die vier Bände ihrer Reisebeschreibung veröffentlichen: Meine zweite Weltreise.

Nach ihrer Rückkehr war sie schon so populär, dass Leserinnen der Modezeitschrift Die Wiener Elegante dringend nach einem Bild der Weltreisenden verlangten. Das Blatt veröffentlichte daraufhin eine leicht idealisierte Darstellung von Ida Pfeiffer im "Reise-Costüme" und mit Schmetterlingsnetz. (aus Wikipedia)
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