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Old 01-12-2010, 01:29 PM   #1
J.U.
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Fontane, Theodor: L’Adultera, german V1, 12.01.2010

Theodor Fontane wurde am 30.12.1819 in Neuruppin geboren. Er stammte aus einer in Preußen heimisch gewordenen Hugenottenfamilie. Der Vater war Apotheker. Fontane besuchte das Gymnasium Neuruppin (1832) und die Gewerbeschule Berlin (1833). 1836-1840 Apothekerlehre in Berlin.

Fontane gab 1849 seinen Apothekerberuf auf; er arbeitete dann mit Unterbrechung bis 1859 als freier Mitarbeiter im Büro eines Ministeriums. Er lebte von 1855-1859 in England als Berichterstatter. Von 1860 bis 1870 arbeitete er als Redakteur der Berliner "Kreuz-Zeitung". 1870-1889 Theaterkritiker bei der "Vossischen Zeitung". 1876 Sekretär der Akademie der Künste Berlin und freier Schriftsteller. 1894 Dr. phil. h.c. Fontane starb am 20.9.1898 in Berlin.

L’Adultera
Erzählt wird die Geschichte der jungen, schönen Melanie van der Straaten, geborene de Caparoux, einer Genferin, die mit etwa siebzehn Jahren den sehr viel älteren Berliner Geschäftsmann Ezechiel van der Straaten geheiratet hat. Aus der Ehe sind zwei Töchter hervorgegangen. Die ältere, Lydia, gilt als Abbild der Mutter, dunkel, schlank und schön, ist aber im Gegensatz zu dieser immer ernst und nachdenklich. Heth, das verwöhnte Nesthäkchen, sieht dagegen dem Vater ähnlich, hat aber das Lachen und die Fahrigkeit der Mutter geerbt. Beinahe zur Familie gehören ferner Friederike Sawatzki von Sawat, genannt Sattlerin von der Hölle, ein verwachsenes altes Fräulein, das die besondere Vertraute Melanies ist, sowie die Klavierlehrerin Anastasia Schmidt. Beide werden Frühjahr um Frühjahr aufgefordert, mit Melanie und ihren Töchtern in die Tiergartenvilla hinauszuziehen, in der man den Sommer über lebt und in die van der Straaten nur selten kommt.

Die Situation könnte idyllisch sein, doch Melanie leidet unter zwei Eigenschaften ihres Mannes: Erstens kann er als typischer Berliner nicht mit Bemerkungen zurückhalten, die Melanie insbesondere in Gesellschaft als peinlich und ungezogen empfindet, zum anderen quält er sie, obwohl dazu zunächst keinerlei Anlass besteht, häufig mit seiner Eifersucht bzw. der Vorhersage, sie werde ihm, weil dies so in seiner Familie liege, eines Tages bestimmt untreu werden.

Genau mit diesem Motiv setzt die Erzählung denn auch ein. Ezechiel hat sich eine Kopie eines Jacopo-Tintoretto-Bildes mit dem Titel „L’Adultera“ („Die Ehebrecherin“) anfertigen lassen, das nun fertig ist und geliefert wird. Melanie zeigt mit der dargestellten Sünderin Mitleid und stellt fest, diese habe zwar geweint, aber bestimmt nicht, weil sie ihre Schuld wirklich einsehe, sondern nur, weil ihre Umgebung ihr wieder und wieder gesagt habe, wie schlecht sie sei. Die Motivwahl befremdet sie allerdings, und Ezechiel erklärt hierauf, er habe sich das Bild als eine Mahnung kopieren lassen, um sich an den Gedanken an sein zukünftiges Schicksal zu gewöhnen. Umgehen lasse dieses Schicksal sich sicher nicht, nicht einmal, wenn er seine Gattin einmauern lasse. Melanie, wie sich denken lässt, ist von dieser Vorhersage und Unterstellung alles andere als erbaut und findet insbesondere auch die Vorstellung, dass Besucher sich ihre Gedanken zum Motiv des Bildes machen könnten, unerfreulich, tut das Ganze aber schließlich als eine Laune ihres Gatten ab.

Im Frühsommer des gleichen Jahres soll sich der Hausstand um einen Logiergast erweitern. Ezechiel van der Straaten hat sich bereit erklärt, den Sohn eines Frankfurter Geschäftsfreundes, der lange im Ausland war und nun eine Bankfiliale in Berlin gründen möchte, unter seinem Dach aufzunehmen. Melanie, mit diesem Plan konfrontiert, reagiert skeptisch, ist dann jedoch von der Fotografie des ordensgeschmückten jungen Ebenezer Rubehn derart angetan, dass sie im Gespräch kurz darauf gleich das Wort „Hausfreund“ fallen lässt.

Rubehn präsentiert sich ihr eines Vormittags in der Tiergartenvilla und zeigt sich gleich als das völlige Gegenteil des ungehobelten van der Straaten. Insbesondere erweist er sich – Anastasia spielt eben auf dem Flügel – als musikalisch und als Wagneranhänger wie Melanie selbst. Während er die volle Zustimmung der Erwachsenen findet und um einen baldigen erneuten Besuch gebeten wird, steht Lydia ihm ablehnend gegenüber, da sie sich in kindlicher Liebe in ihn verliebt und er sie nur als Kind beachtet und nicht ernst nimmt.

In dieser Situation sieht Melanie nur eine Möglichkeit: Flucht aus dem Hause van der Straatens und ein neues Leben mit Ebenezer Rubehn. Unter Beihilfe der alten Dienerin Christel, die noch alles Mögliche versucht, um ihre Herrin von diesem Schritt abzuhalten, packt sie das Nötigste ein, um im Schutz der Nacht das Haus zu verlassen. Doch kaum hat sie Christel überzeugt, dass ihr Fall anders liegt als der Präzedenzfall einer in die Krise geratenen und wieder geretteten Ehe, von dem die Dienerin erzählt hat, steht sie auch noch ihrem Mann gegenüber und muss auch diesem ihre Argumente darlegen. Ezechiel, um Fassung bemüht, verspricht sogar, das Kind Ebenezers wie sein eigenes zu halten und den Ehebruch seiner Frau zu decken, wenn sie nur bleibt. Melanie aber sieht in einem offenen und ehrlichen Schnitt die einzige Möglichkeit, weiterzuexistieren. Sie weigert sich, noch einen letzten Blick auf ihre schlafenden Töchter zu werfen, und verlässt ihr bisheriges Heim.
(Wikipedia)
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