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Old 10-07-2012, 11:13 AM   #1
Frodok
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Laube, Heinrich: Reise durch das Biedermeier. (german) V1. 7 Oct 2012

Heinrich Rudolf Constanz Laube (18. September 1806 in Sprottau – 1. August 1884 in Wien) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Theaterleiter und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. (aus Wikipedia)

Näheres über Autor, siehe: Wikipedia

Reise durch das Biedermeier – Auszug aus den "Reisenovellen" (6 Bände, 1834-37)
Quote:
Es war ein schöner Sommertag, ich saß am Weiher unter dem Schatten eines Birnbaumes und sah den Schwänen zu, die weit genug vor mir unter einer kleinen, gewölbten Brücke umeinander herumspielten und mit den Schnäbeln klapperten. Ihr südliches Spiel verlockte zu angenehmen Gedanken an ein großes Glück, das irgendwo in der Welt auf mich warten müßte. Irgendwo in wärmeren und freieren Zonen, dort, wo die Natur fortwährend empfängt und gebiert. Von Jugend an sehnte ich mich – oft mit großen Schmerzen – nach dem Süden. Es hat Zeiten gegeben, da mich keine blauen oder schwarzen Augen ausschließlich beschäftigten, da es mich schmerzte, die Namen Italien, Libanon, Fez, Marokko und Biledulgerid, zu deutsch: Dattelland, zu hören. Dattelland! Wo diese köstliche Frucht wächst wie bei uns die ordinäre Kartoffel! Und in Fez, da soll der ganze Livius zu finden sein, weil sich dorthin ein Bischof oder Kardinal aus Byzanz in Begleitung des Livius begeben habe; Es gibt zwar für mich schwache Stunden, da ich mich nicht so leidenschaftlich nach dem totalen Livius sehne, aber die geheimnisvollen berberischen Mädchen und die edlen arabischen Pferde, wie locken sie einen armen Deutschen, der Schöpsenfleisch und weiße Rüben gegessen hat und am Weiher dem verführerischen Spiel der Schwäne zusieht.

Ach, und das Hauptwort verschweige ich noch immer. Denn dann muß ich gleich mit dem Schreiben aufhören, und es erfaßt mich eine krampfhafte Sehnsucht. Warst du, jugendlicher Leser, niemals im Theater, wenn Mozarts »Don Juan« gespielt wurde? Hast du nie den Cid gelesen? Sind dir nie die Namen Donna Anna, Guadiana und Cordova geheimnisvoll in die Ohren geklungen? Empfandest du nie den mächtigen Zauber, wenn ein Mädchen mit weichen Lippen vom Schatten am Guadalquivir sprach?

»Aber in Spanien!« Ja, Spanien, das ist das Zauberwort des Südens! Wer doch einmal im alten Maurenreiche Granada unter dunkelgrünen Olivenbäumen liegen könnte und die Zegris und Abencerragen vorüberreiten hörte oder am Tore der Alhambra stünde, wenn der König der Mauren auf seinem rassigen Pferde herausreitet. Der König sieht ernsthaft und weise aus wie der Koran, und neben ihm reitet seine goldene Tochter in überirdischer Schönheit. Sie läßt leise eine Rose fallen, und in der weichen südlichen Nacht, wenn alle Sterne in heißer Liebe strahlen und in tausend Springbrunnen schwellende Küsse zittern, in dieser Romanzennacht, gibst du der schimmernden Prinzessin in den verzauberten Gärten der Alhambra die Rose wieder, die Rose von Damaskus.
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Old 12-15-2013, 11:58 PM   #2
Rauter25
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Ich habe gerade das Kapitel Sperl in Floribus gelesen. Sehr interessant: die Anfänge städtischer auf Profit ausgerichteter Kultur.
Vielen Dank für die schöne Aufbereitung des Textes.
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