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Old 05-12-2010, 12:29 PM   #11
Sischa
Evangelist
Sischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it isSischa knows what time it is
 
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Originally Posted by K-Thom View Post
Sorry, aber "die" aktuelle Technik zum Lesen von eBooks gibt es nicht.

Und wenn, dann ist es de facto LCD, denn eInk-Lesegeräte werden von ca. 10-20% der User eingesetzt. Weit über 50% liest auf PC/Laptop/Notebook, der Rest verteilt sich auf PDA, Organzier, Smartphones und Handys. Du musst zugeben, dass hier eInk-Displays nur äußerst selten zum Einsatz kommen.
Nunja das ist aber nur zum Teil richtig. Natürlich liest die Menscheit derzeit deutlich mehr an LCD's bedingt durch Büroarbeit am PC, private Mail- Internetnutzung etc. ABER und das denke ich ist entscheidend, der ebook Markt kam erst richtig in Schwung mit e-ink.

Meine Frau hat das iPad welches nun schon knapp 3 Wochen bei uns rumliegt erst 2 mal in der Hand gehabt liest aber jeden Abend im Kindle.
Früher war sie der Typ "Ich brauch echtes Papier in den Händen", ein Blick auf e-ink und der Leitsatz gerieht schon in Vergessenheit. Spätestens seit dem sie den Nutzen des Kindles und des instant shopping bei Amazon erkannt hat ist echtes Papier komplett "outrated".

Wäre mit einem LCD Display nie passiert.

Vielleicht lesen mehr Menschen auf dem LCD aber ebooks werden denke ich überwiegend auf eink konsumiert. Und ich glaube derzeit noch nicht daran das das iPad daran etwas ändert. Zumal mindestens 3/4 der Leute die ich kenne die sich demnächst ein iPad holen nicht im entferntesten daran denken mal ebooks zu lesen oder gar auf dem iPad (oder gar jetzt echt dafür bezahlen ).

Ich denke hier wäre ich mal hübsch vorsichtig mit Grabesreden. Was sich in 3 Wochen auf dem iPad für mich schon deutlich abzeichnet:

1. Super dupa interaktive Inhalte wie Alice im Wunderland oder National Geographic sind bisher EINMALIGE Demo Inhalte. 99% der Bücher und Magazine die ich im App shop derzeit kaufen/abbonieren kann sind bestenfalls PDF Scans von Magazinen wie National Geographic. Schön werden jetzt einige sagen das kommt noch nach und nach, nur wer bezahlt den Mehraufwand? Der Konsumierer? Ich habe meine Zweifel. Und wenn ich die teils vernichtenden Kommentare in den Apps sehe sehen das die User recht ähnlich und haben auch nicht ewig die Geduld zu warten.

2. iBooks hat bisher ein recht eingeschränktes Angebot und die geschützen ebooks kann ich nur auf dem iPad lesen. Bald vielleicht auch auf dem iPhone aber das war es bisher. Ich weiss nicht ob das ein durschlagender Erfolg wird. Abwarten. Für mich steht fest iBooks und muss sich erst einmal beweisen nur weil Apple mit iTunes einen solchen Erfolg hatte ist das nicht übertragbar sowas anzunehmen ist blödsinn.

3. Das iPad ist irgendwie in meinen Augen eine ganz andere Kategorie. Es ist ein Multimedia Konsumgerät. Ich kann zwar Musik drüber laufen lassen aber dazu nutze ich mein iPhone/iPod. Ich kann zwar drauf lesen aber dazu nutze ich meine Kindles. Was super ist ist das surfen und Video schaun. Dafür nutze ich es auch. Aber zum Lesen wird es sich nur schwer durchsetzen da es auch schwer ist. Bin echt kein Schwächling aber sorry das Dingen den ganzen Abend hochhalten ist für mich nicht komfortabel (Kindle DX ist ja schon ein Brocken).

4. Ein ebook Reader muss für mich ein kleines leichtes Teil sein was man draussen gut ablesen kann und was auch mal in der Preisregion sollte von "fällts am Pool hin und ist dahin dann muss ich nicht gleich kotzen" .... das erfüllen meine Kindles, mein Cybook sowieso und 80% der ebooks am Markt. Und ich denke so exotisch bin ich nicht mit dieser Einstellung. Warum waren denn ebook Lesegeräte der frühen Generation noch vor eink so erfolglos?

Irgendwie klingt das derzeit alles nach einer verzweifelten Verlagswelt da draussen die schon Dollarzeichen in den Augen hat weil sie meinen jetzt können sie endlich wieder Bücher, Zeitungen etc. wie blöd an eine riesen iPad Schaafherde verkaufen. Die verpeilen nur leider da sich der Mensch an sich auch durch ein iPad nicht gleich grundlegend ändert. Das Ding hat einen Browser, RSS Reader und Bücher lesen ist immer noch nicht automatisch über Nacht mit dem iPad zum Volkssport Nr. 1 der kaufkräftigen Kundezielgruppe geworden. Ich denke das könnte vor allem ein Böses Erwachen für eine gerade wieder Hoffnung schöpfende Printmedienlandschaft werden
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