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Old 01-17-2010, 09:58 AM   #1
J.U.
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Fielding, Henry: Tom Jones, german V1, 17.01.10

Henry Fielding (* 22. April 1707 in Sharpham Park bei Glastonbury, Somerset; † 8. Oktober 1754 in Lissabon) war ein berühmter englischer Romanautor, Satiriker, Dramatiker, Journalist und Jurist.
Henry Fielding stammte aus der Familie der Earls of Denbigh. William Fielding, 1. Earl of Denbigh war sein direkter Vorfahre. Henrys Vater war Colonel Edmund Fielding, der mit Auszeichnung unter Marlborough gekämpft hatte. Seine Mutter, Sarah Gould, war eine Tochter des Juristen Sir Henry Gould, von dem sie ein Gut in East Stour, Dorset, geerbt hatte. Dorthin zog die Familie, als Henry drei Jahre alt war. Fieldings Mutter starb vor seinem elften Geburtstag, und sein Vater heiratete erneut.

Henry Fielding besuchte das Eton College und studierte Jura in London und an der Universität Leiden. Von 1729 bis 1737 war er in London als Dramatiker und Theaterdirektor tätig. Von seinen 25 geschriebenen Dramen war die Farce The Life and Death of Tom Thumb The Great (1730) seinerzeit sehr erfolgreich. Daneben erschienen die Satiren Pasquin (1736) und The Historical Register for 1736 (1737).

Als Romanautor trat Fielding zuerst 1741 mit Shamela, einer Parodie auf Samuel Richardsons „Pamela“, in Erscheinung. Fielding begründete mit The History of the Adventures of Joseph Andrews and of His Friend Mr. Abraham Adams (1742, deutsch 1765), den humorvoll-realistischen Roman: Sein Programm, Komik und Realismus zu verbinden und mit diesen Mitteln ein erzählerisches Bild der Gesellschaft zu zeichnen, war literaturgeschichtlich von größter Bedeutung. Die Gattung des Romans erhielt dadurch einen ganz neuen, entscheidenden Impuls.

Fieldings Miscellanies (3 Bände, 1743) enthalten The History of the Life of the Late Mr. Jonathan Wild the Great, einen satirischen Roman über das Heldentum. Fielding benutzte dabei den Verbrecher Jonathan Wild, um den Whig-Politiker und britischen Premierminister Robert Walpole zu karikieren. Sein berühmtester Roman, The History of Tom Jones, a Foundling (6 Bände, 1749, deutsch 1771) schildert die Abenteuer und Missgeschicke des schelmischen Helden Tom Jones und entfaltet ein reiches Bild englischen Lebens und englischer Sitten. In Amelia (1751) bezog Fielding soziale Fragestellungen, vor allem die Kritik am englischen Gerichts- und Strafsystem, in den Roman mit ein.

Zeitweise war Fielding auch journalistisch tätig, wovon die Zeitschriften The True Patriot (1745), The Jacobite's Journal (1747) und The Covent Garden Journal (1752) zeugen. Seit 1748 war er Friedensrichter, zunächst in Manchester und ab 1749 in Middlesex. In dieser Funktion kämpfte er gegen die sozialen Mißstände in England und versuchte, die zunehmende Kriminalität in London mit Hilfe von Reformen im Rechts- und Polizeiwesen einzudämmen. So erschienen unter anderem die Schriften An Enquiry into the Causes of the Late Increase of Robbers, etc. (1751) und Proposal for Making Effective Provision for the Poor (1753). Nach seinem Tod führte sein Halbbruder John die Reformen weiter.

Fielding starb am 8. Oktober 1754 in Lissabon an einem Leberversagen. Postum veröffentlicht wurde sein Journal of a Voyage to Lisbon (1755).
(Wikipedia)

"Tom Jones"
Wie der Titel verrät, ist Tom Jones ein Findelkind. Er wird eines Abends im Bett eines wohlhabenden Gentleman gefunden. Der gutherzige Mr. Allworthy und seine Schwester Bridget nehmen sich des Knaben an. Ein Hausmädchen, Jenny Jones, gesteht, dass sie die Mutter ist, und so bekommt der Junge den Namen Tom Jones. Als Bridget einen Captain Brifil heiratet, nehmen sie Tom bei sich auf. Tom ist eine Frohnatur und ein Wildfang, der sich nicht an die Regeln hält.

Durch seine Offenheit und seinen Leichtsinn bringt er sich und andere in manche schlimme Lage, aber seine Gutmütigkeit gewinnt ihm stets wieder Freunde.
So kommt er ungeschoren davon, als er eine Ente raubt, einen Obstbaum plündert und seinem Adoptivvater Geld aus dem Portemonnaie stielt. Tom verliebt sich in Sophie, die Tochter des plumpen, aber sportsmännischen Nachbarn Western und verdreht ihr den Kopf. Western, der Landjunker, dem Jagd und ein gutes Mittagessen über alles gehen, ist vortrefflich geschildert, und dasselbe gilt von den beiden Lehrern Toms, dem Freidenker Herrn Quadrat und dem heuchlerischen Theologen Herz.

Als junger Mann verlässt der Held seine Heimat und begiebt sich auf Wanderschaft. Hier erlebt er manche pikante Abenteuer, welche an die Abenteuerromane des 17. Jahrhunderts erinnern. Durch die psychologische Motivierung der Handlung, die treffliche Charakterisierung der auftretenden Personen, durch die Fülle der Gestalten, vor allem aber durch den köstlichern Humor übertrifft Fielding jedoch seine Vorgänger weit und wird dadurch der Gründer einer neuen Schule, zu der wir selbst Dickens rechnen können, wenn dieser auch durch sein Genie wiederum eine neue Richtung angebahnt hat. Am Ende kehrt Tom zu seiner Sophie zurück. Diese hatte mit ihm wegen seiner vielen galanten Abenteuer gezürnt, verzeiht ihm aber schließlich, als er Besserung gelobt.

Aus: "Geschichte der Englischen Literatur" von Richard Wülker
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