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Old 01-16-2010, 05:12 PM   #1
J.U.
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Faber, Kurt: Mit dem Rucksack nach Indien, german V1, 16.01.2010

Kurt Faber erblickte in Mülhausen als Sohn eines pfälzischen Lehrers die Welt und wuchs in Lambrecht (Pfalz) auf. Vor dem Abitur brach er den Schulbesuch ab und begann eine Buchhändlerlehre, die er jedoch ebenfalls aufgab, um stattdessen auf Reisen zu gehen.

1901 begab er sich nach New York und heuerte 1902 auf dem Walfänger Bowhead in San Francisco an, auf dem er mehrere Jahre unter großen Strapazen arbeitete. Ein Fluchtversuch von der Bowhead wurde mit Waffengewalt verhindert. Die Bowhead fror mehrere Winter im Eis bei der Herschelinsel im Nordmeer ein. Von dort aus gelangte er als erster Europäer mit Hilfe von Eskimos nach mehreren tausend Kilometern Fußmarsch nach Edmonton.

Auf seinen nächsten Reisen lebte er von den Einnahmen aus Gelegenheitsarbeiten an den jeweiligen Orten und arbeitete teilweise unter großen Entbehrungen als Seemann, Baumwollpflücker, Bäcker, Minenarbeiter und Krankenpfleger. Zeitweilig fuhr er als Hobo illegal auf Zügen in den USA mit und wurde als Tramp inhaftiert. Spätere Reisen führten ihn nach Australien und Südamerika, wo er auf dem Segler Selena anheuerte und mit ihr Kap Hoorn umrundete.

Zwischendurch kehrte er mehrmals wieder in seine Heimat zurück und holte das Abitur nach. Über seine Reisen schrieb er Beiträge in deutschen Zeitungen und veröffentlichte sie außerdem in Buchform. Faber studierte Politikwissenschaften in Tübingen und promovierte. Nach seinem Studium setzte er seine Reisen weiter fort und wurde Zeitungskorrespondent. 1925 wurde Faber außerdem Mitglied der NSDAP.

Faber starb nach einem Kälteeinbruch am großen Sklavensee in Nordkanada im Alter von 46 Jahren. Seine von Tieren angefressene Leiche wurde von Eskimos am 26. Februar 1929 am Hay river, etwa 25 km vom großen Sklavensee gefunden.

Mehrere seiner Bücher wurden von seinem Bruder Walter Faber herausgegeben.
(Wikipedia)

Mit dem Rucksack nach Indien

Als Kurt Faber diese Reise ins Morgenland unternahm, stand er, nach vielen bitterbösen Jahren, auf der Höhe des Lebens und des Erfolges. Schon über 25 Jahre lang hatte er sich in allen Erdteilen und auf allen Meeren den Wind ganz gehörig um die Nase wehen lassen. So wild aber auch die Abenteuer gewesen waren, – mit unbeirrbarer Zähigkeit hatte er sich durchgesetzt – und dabei sein empfängliches Gemüt und sein ewig-junges Herz bewahrt.

Seine scharf geschliffenen und doch so taufrischen Reisebriefe an führende Berliner Blätter, nicht minder seine in Buchform erschienenen Reiseberichte hatten seinen Namen in alle deutschen Gaue getragen. Für seine große Lesergemeinde war er zum »Deutschen Wanderer« schlechthin geworden, – zu einem Mann, dessen Name gleichsam ein Programm deutschen Fernwehs und deutschen Selbstbewußtseins bedeutete.

Die Lage Deutschlands nach innen und außen begann im Jahre 1926 – in das diese Indienreise fällt – in ihren entscheidenden Abschnitt zu treten. Die Illusionen der Erfüllungspolitik zerplatzten wie bunt schillernde Seifenblasen, und an ihre Stelle trat schreckliche Ernüchterung. Das Heer der Arbeitslosen vermehrte sich unheimlich und trieb die Massen zur Verzweiflung. Vom Schicksal selbst schien es so bestimmt, daß der Deutsche für alle Zeiten ein Bettler, der Paria der ganzen Welt sein solle.

Diese Weltuntergangsstimmung bildet den Hintergrund auch dieser bunten Reiseschilderung. Doch nicht so, als ob Kurt Faber für seine Person je den Glauben an Deutschlands Wiederaufstieg aufgegeben, oder gar mit den herrschenden Mächten paktiert hätte. Tausendmal nein: sein Feuerkopf kapitulierte nie, und Kampf war sein Lebenselement! Aus dieser kämpferischen Gesinnung heraus hatte er schon lange vor dieser Reise zur nationalsozialistischen Bewegung gefunden.

Und doch zog es ihn immer wieder unwiderstehlich hinaus in die Welt, auf große Fahrt, heraus aus der Enge und mitten hinein in die Wunder der weiten Welt. So auch diesmal. Korrespondent des »Berliner Lokalanzeigers« ist er jetzt, seit einiger Zeit Doktor gar, – aber all das wirft er weit hinter sich, um abermals das lockende Abenteuer dort zu suchen, wo es zu finden ist. Und ob er es zu finden wußte! –
(http://www.lexikus.de)
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