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Old 01-08-2010, 04:47 PM   #1
J.U.
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Fontane, Theodor: Die Poggenpuhls, german V1, 08.01.2010

Theodor Fontane wurde am 30.12.1819 in Neuruppin geboren. Er stammte aus einer in Preußen heimisch gewordenen Hugenottenfamilie. Der Vater war Apotheker. Fontane besuchte das Gymnasium Neuruppin (1832) und die Gewerbeschule Berlin (1833). 1836-1840 Apothekerlehre in Berlin.

Fontane gab 1849 seinen Apothekerberuf auf; er arbeitete dann mit Unterbrechung bis 1859 als freier Mitarbeiter im Büro eines Ministeriums. Er lebte von 1855-1859 in England als Berichterstatter. Von 1860 bis 1870 arbeitete er als Redakteur der Berliner "Kreuz-Zeitung". 1870-1889 Theaterkritiker bei der "Vossischen Zeitung". 1876 Sekretär der Akademie der Künste Berlin und freier Schriftsteller. 1894 Dr. phil. h.c. Fontane starb am 20.9.1898 in Berlin.

Die Poggenpuhls
Die seit langen Jahren verwitwete Majorin Albertine Pogge von Poggenpuhl lebt mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon und dem treuen alten Dienstmädchen Friederike seit etlichen Jahren in der Großgörschenstraße in Berlin, während die Söhne Wendelin und Leo als Premier- bzw. Secondeleutnant bei ihrem Regiment in Thorn stehen. Die finanzielle Lage der Familie ist beklemmend, und so stellt es gleich zu Beginn der Erzählung ein Problem für die Mutter dar, dass der jüngere Sohn Leo sich zum Besuch angemeldet hat, um ihren Geburtstag am 4. Januar zu feiern: „Ja, da soll ich mich nun freuen. Aber kann ich mich freuen? Herkommen wird er ja wohl gerade mit dem Geld [Wendelin hat Leo sein Honorar, das er für einen Artikel im Militär-Wochenblatt bekommen hat, überlassen, damit der Lieblingssohn die Mutter besuchen kann], aber wenn er hier ist, müssen wir ihm doch ein paar gute Tage machen, und wenn er auch bescheiden in seinen Ansprüchen ist, so muss er doch den dritten Tag wieder zurück, und dafür müssen wir aufkommen.“ In den auf diesen Ausspruch folgenden Reaktionen der drei Töchter zeigt jede gleich ihre charakteristische Lebenseinstellung: Therese, die von einem auf die Familiengeschichte gestützten Hochgefühl getragen ist, will von den wirtschaftlichen Erwägungen der Mutter gar nichts hören, Sophie, ein nicht nur künstlerisches Allroundtalent, bietet gleich an, sich einen Vorschuss auf das Honorar auf ihre letzten Bilder geben zu lassen, und Manon schlägt vor, wieder einmal die Zuckerbüchse der Familie zu versetzen und sich, falls diese nicht mehr aus dem Pfandleihhaus ausgelöst werden kann, von ihren reichen jüdischen Freunden, der Bankiersfamilie Bartenstein, eine neue schenken zu lassen.

Doch schließlich muss zu keiner dieser Lösungen gegriffen werden: Onkel Eberhard, ein reich verheirateter General a. D. und Bruder des bei Gravelotte gefallenen Vaters der Familie, erscheint ebenfalls, um Albertines Geburtstag mitzufeiern, und überlässt den Kindern, nachdem er sie in eine Aufführung der Quitzows und zum Abendessen eingeladen hat, die respektablen Überreste des für die Essensrechnung angebrochenen Hundertmarkscheins. Doch auch dieses großzügige Geschenk löst die Geldprobleme der Familie, die besonders von Leo als schmerzlich empfunden werden, natürlich nicht dauerhaft. Mit dem Dienstmädchen Friederike erörtert er während des Besuchs die Möglichkeiten, entweder nach Afrika zu gehen oder aber eine reiche Jüdin zu heiraten – ein Plan, für den auch seine Schwester Manon sich erwärmen kann. Allerdings möchte sie ihn nicht mit der jungen Esther Blumenthal, mit der er in Thorn angebändelt hat, verehelicht sehen, sondern lieber mit ihrer Freundin Flora Bartenstein. Im Grunde aber verbietet sich beides, da es der Familientradition („Die Poggenpuhls nehmen nicht den Abschied.“ „Dann kriegen sie ihn.“ „Sie kriegen ihn auch nicht [...]“, so Therese im Gespräch mit dem jüngeren Bruder) und dem Standesbewusstsein der Poggenpuhls widerspricht, und Leo gibt auch selber zu, dass es sich bei diesen Vorstellungen eher um Phantasiegespinste als um realistische Pläne handelt – genauso wie bei der Idee, eine Bühnenkarriere anzustreben wie sein ehemaliger Regimentskamerad Manfred von Klessentin.

Er reist also wieder ab nach Thorn, während der Onkel Sophie zur Gesellschaft für seine Gattin in sein Schloss Adamsdorf mitnimmt. Sie soll dort von ihren künstlerischen Talenten Gebrauch machen und z. B. neue Wappenteller für die Generalin, die mit Eberhard von Poggenpuhl in zweiter Ehe verheiratet ist, malen. Doch dazu kommt es nicht. Bei einer Fahrt mit dem Hörnerschlitten bei der Heinrichsbaude verunglückt Sophie und bricht sich den Oberschenkel. Noch auf dem Krankenlager beginnt sie mit Skizzen zu einem ganz anderen Projekt, das insbesondere den alten Onkel sehr erfreut: Sie soll die Dorfkirche mit Gemälden nach der Bibel schmücken. Damit ist sie mehrere Monate lang beschäftigt und berichtet in dieser Zeit immer wieder brieflich nach Berlin – auch in dieser Korrespondenz spielen allerdings die ständigen Geldsorgen der Familie eine ununterdrückbare Rolle.....
(Wikipedia)
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