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Old 03-31-2013, 05:39 AM   #358
gawl
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Originally Posted by doubleshuffle View Post
damit habe ich mir die Schrift als Kind beigebracht
Wenn sowohl du als auch medard erzählen, sie haben sich das Lesen von Fraktur mehr oder weniger selbst beigebracht, dann können diese Schriften ja eigentlich gar nicht sooo "hieroglyphisch" sein, wie manche Zeitgenossen glauben

@Rainer Zenz: Vielen Dank für all die Tipps! Ich muss gestehen, dass ich schon seit geraumer Zeit so tief "drin" bin in dieser Materie, dass ich mir sogar in meiner eigenen Handschrift ein langes s angewöhnt habe. Da wird man allerdings in der Tat schnell 'mal ein wenig "betriebsblind" und übersieht Dinge, die für andere offensichtlich sind, z.B. die Merkwürdigkeit der langen s in der toc.ncx.

Ich werde dies und all die anderen Tipps demnächst umsetzen. (Allerdings werde ich erst nach den "Eiertagen" Zeit dafür finden.)

@medard: Heißt "kess" nun, dasses Dir gefällt? (Ich weiß nicht, ob es jedem bewusst ist, zumal vielleicht nicht jeder meinen vollen Namen kennt, aber es handelt sich um meine Initialen "R.G." Das war ursprünglich mein Verlags-Logo (damals, als ich den Ein-Mann-Verlag noch hatte).

Wenn die 15pt-Setzung bei den Lesegeräten eine nachträgliche Skalierung verhindert, ist dies allerdings nicht Sinn der Sache, das war nur als "unverbindliche Empfehlung" gedacht, das werde ich also auch noch ändern. Und der "first-letter"-Eintrag stammte ursprünglich sogar aus einem "c't"-Artikel über Gestaltungsempfehlungen in E-Books

Für die UNZ1-Versionen muss ich auf andere Schriften ohne automatische Ligaturbildung zurückgreifen. (Konkret verwende ich hierfür Peter Wiegels Schriften.) Peter Wiegel ist sehr engagiert beim Bauen von Computerschriften, aber gewisse Tücken/Feinheiten (wie z.B. gutes Hinting) scheinen nicht seine Welt zu sein. Vermutlich kommt daher dieses "Tanzen". Ich werde ihn einmal daraufhin anschreiben, aber das dürfte nicht kurzfristig behebbar sein.

Zur Frage, welche Frakturschriften es generell gibt:

-- Die kommerziellen (die es sehr zahlreich gibt), scheiden im allgemeinen aus Lizenzgründen aus. (Falls sich trotzdem jemand interessiert: Hier gibt es in einem Forum von Fraktur-Liebhabern einen URL-Sammelfred.)

-- Echte Unicode-Fonts mit eingebauten OpenType-Features als Open Source kenne ich auch nur vom Unifraktur-Projekt. Allerdings baue ich die UNZ1-Alternativen auch gerade deswegen, weil diese OpenType-Features noch nicht auf allen Lesegeräten gut umgesetzt werden.

-- Peter Wiegels Schriften sind, wie gesagt, komplett ohne Automatismen. Er scheint diese Schriten auch eher für Leute zu erstellen, die mit einem klassischen Office-Produkt arbeiten. Immerhin kann man sich bei ihm darauf verlassen, dass die mit "UNZ1" gekennzeichneten Schriften alle Ligaturen verlässlich an bestimmten Code-Positionen haben.

-- Manche von Peter Wiegels Schriften basieren auf Schriften, die Dieter Steffmann vor längerer Zeit einmal erstellte. Diese stellen allerdings oft nicht viel mehr dar als Digitalisierungen alter Schriften-Designs, also ganz ohne Hinting, ohne verlässliche Code-Positionen, etc.
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