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Old 12-05-2012, 05:16 PM   #1
brucewelch
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Gregorovius, Ferdinand: Göthes Wilhelm Meister. 1849. V1.2 [German] 12.12.2012

"Göthe's Wilhelm Meister in seinen socialistischen Elementen entwickelt" - so der vollständige Titel dieses bemerkenswerten Buches, das Ferdinand Gregorovius im Jahre des Scheiterns der Revolution von 1848/49 veröffentlichte.
Zum Verfasser, nicht weniger bemerkenswert als sein Buch, gibt es Informationen in einem früheren Upload seines bekanntesten Werkes, der achtbändigen Geschichte Roms im Mittelalter.
Gregorovius betätigt sich in seinem Wilhelm-Meister-Buch, das in der einschlägigen Germanistik bezeichnender Weise keine Spuren hinterlassen hat, weder historisierend noch im eigentlichen Sinne literaturwissenschaftlich; und doch ist das Werk mit seinem sozialphilosophischen Ansatz bedeutender als viele im 19. Jh. zu Goethe veröffentlichte Publikationen. Von seinem nationalistischen Zeitgenossen Gervinus unterscheidet ihn eine kosmopolitische Vision, die am Ende des sonst sehr sachlichen und auch Goethe selbst gegenüber kritischen Buches fast dithyrambisch wird; vom etwas späteren positivistisch- stoffhuberischen Wilhelm Scherer hebt er sich wohltuend ab durch die Großzügigkeit seines aufs Wesentliche zielenden Blickes.
Und dieser ist fest auf die Gegenwart gerichtet; die Hegel'sche Philosophie kennt er nicht minder gut als die französischen Frühsozialisten; die soziale und weltpolitische Situation hält er für höchst reformbedürftig - und dabei lehnt er den Kommunismus ab und steht auf dem Boden einer - wir würden heute sagen - sozialdemokratischen Anschauung mit dem Fernziel eines Weltbundes; dazu ist ihm Goethe eine Art Kronzeuge.
Fast könnte man sogar denken, die Behandlung von Goethes Meister-Romanen (der Großteil des Textes bezieht sich natürlich aufgrund seines Untersuchungsaspekts auf den zweiten Band: "Wilhelm Meisters Wanderjahre") sei nur Vorwand gewesen, um seine eigenen politischen Ideen zu entwickeln. Gleichwohl bringt er dabei so viel Erhellendes zu Goethes Werk selbst hervor, dass dieses Buch auch heute noch lesenswert ist.

Diese Edition beruht auf einer Google-Epub-Version, die anhand des entsprechenden Google-PDF-Scans korrekturgelesen wurde.
Der Wortlaut des 239 Seiten umfassenden Originals wurde beibehalten, auch Inkonsistenzen in der Schreibweise / im Satz. Verbessert wurden nur offensichtliche Druckfehler.
Der Satz wurde nur dahingehend geändert, dass die deutschen Anführungszeichen durch deutsche Guillemets und g e s p e r r t durch kursiv ersetzt wurden.

@ V1.1: downloads bis 6.12.2012 8.11 MEZ: 14

@ V1.2: downloads V1.1 bis 12.12.2012 13.34 MEZ: 74
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Last edited by brucewelch; 12-12-2012 at 07:37 AM. Reason: Berichtigung falscher " und falscher Einrückungen
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