View Single Post
Old 09-26-2012, 03:17 PM   #1
brucewelch
"§µ%&Þ=?!©†"
brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
brucewelch's Avatar
 
Posts: 1,081
Karma: 2214335
Join Date: Sep 2010
Device: pb 611
Zedlitz, Joseph Christian von - Gedichte. 1859. V1 [German] 26.9.2012

Der Autor heißt ohne Witz:
Philipp Gotthard Joseph Christian Karl Anton Freiherr von Zedlitz und Nimmersatt. (Schaut euch hier mal auf dem Cover sein Porträt an, letzteres könnte stimmen!)

Er lebte von 1790 bis 1862.

In Killys Literaturlexikon liest man:

Wie sein Jugendfreund Joseph von Eichendorff dem verarmten Adel zugehörig, wählte Z. nach seiner Schulzeit in Breslau die militärische Laufbahn. Er erlebte als Offizier die Schlachten von Aspern u. Wagram mit, nahm dann aber seinen Abschied. Durch die 1811 geschlossene Ehe mit Ernestine von Lipthai finanziell abgesichert, konnte sich Z. bis zu deren Tod 1836 ausschließlich seiner literar. Tätigkeit widmen.
Seit 1837 der österr. Staatskanzlei u. dem weiteren Kreis um Metternich zugehörig, schrieb Z. ab 1838 Korrespondenzartikel in der Augsburger »Allgemeinen Zeitung« u. Flugschriften zu polit. Fragen (etwa: Ueber die orientalische Frage. 1840). In den Staatsdienst kehrte er als Ministerresident 1851 zurück, nachdem er 1848 entlassen worden war u., zurückgezogen in Altaussee, wie Franz Grillparzer für die monarchistische Armee Partei ergriffen hatte.
In seinen Todtenkränzen (Wien 1828) hingegen, die Z. zu seiner Zeit berühmt gemacht haben u. in denen die Grabstätten großer Persönlichkeiten - von Wallenstein über Laura u. Petrarca bis hin zu Joseph II. - Anlaß zur Reflexion über deren Glauben an »die bessre Zukunft« geben (Gedichte. Stgt. 1859, S. 456f.), hatte Z. immerhin die Notwendigkeit auch von polit. »Träumen« betont. So dient Z.' bekanntestes Gedicht, Die nächtliche Heerschau, das mehrfach übersetzt u. vertont wurde, der Mythisierung des ehemaligen Feindes Napoleon. Entsprechend dieser Tendenz dominiert in Z.' dramat. Schaffen die Schicksalstragödie. Schon in dem »tragischen Märchen« Turturell (Wien 1821), Z.' Debüt am Wiener Burgtheater 1819, das dem Stil Zacharias Werners (Z. durch die Zusammenarbeit für die Zeitschrift »Aglaja« bekannt) nahesteht, wird das Schicksal zur allein bestimmenden Macht. Den Ehrbegriff, den Z. etwa in dem von ihm übersetzten u. bearbeiteten Drama Lope de Vegas, Der Stern von Sevilla (Urauff. 1829), kennengelernt hatte, funktionalisiert er für die Schicksalskonstruktion seiner eigenen Trauerspiele (alle Dramen in: Dramatische Werke. 4 Bde., Stgt. 1830 bis 1836): Der Königin Ehre (1819/34), Zwey Nächte in Valladolid (1823) u. Herr und Sclave (1831). Weitere Themen sind Hofkritik u. Melancholie, in Kerker und Krone (1834), Z.' Bearbeitung des Tasso-Stoffes, durch die Künstlerproblematik miteinander verbunden. Soll sich nach diesem Schauspiel die Literatur an »Arme wie Reiche, Vornehm und Geringe« (Dramatische Werke. Bd. 2, S. 62) richten, so ist damit exemplarisch sein literarisches Konzept formuliert: Z., der sein Selbstverständnis in das Sinnbild des Schwanes faßte, wollte als reiner, aber nicht zu Weltruhm aufsteigender Dichter (Dichtersehnsucht, An Grillparzer) das dt.-österr. Nationalbewußtsein im Sinne der Romantik stärken (Epilog zu Grillparzers ›Ottokar‹); seine Werke standen aber zunehmend im Zeichen des Unpolitischen (vgl. das Märchen Das Waldfräulein. Stgt. 1843) oder der Reaktion (vgl. die Lyriksammlung Soldaten-Büchlein. 2 Bde., Wien 1849/50).

Auch diese Lyrik-Produktion ist ein Gemeinschaftswerk mit mmat1.
This work is in the Canadian public domain OR the copyright holder has given specific permission for distribution. It may still be under copyright in some countries. If you live outside Canada, check your country's copyright laws. If the book is under copyright in your country, do not download or redistribute this work.

To report a copyright violation you can contact us here.
Attached Thumbnails
Click image for larger version

Name:	zedlitz.jpg
Views:	138
Size:	74.0 KB
ID:	92921  
Attached Files
File Type: epub Zedlitz, Joseph Christian von - Gedichte. 1859.epub (270.8 KB, 341 views)
brucewelch is offline   Reply With Quote