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Old 08-11-2012, 04:11 PM   #1
Frodok
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Schiller, Friedrich: Der Geisterseher. (german) V1. 11 Aug 2012

Johann Christoph Friedrich von Schiller (10. November 1759 in Marbach am Neckar, Württemberg – 9. Mai 1805 in Weimar, Sachsen-Weimar), 1802 geadelt, war ein deutschsprachiger Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Auch als Lyriker war er erfolgreich: Seine Gedankenlyrik wurde exemplarisch, seine Balladen zählen zu den beliebtesten deutschen Gedichten.

Schiller gehört mit Wieland, Goethe und Herder zum Viergestirn der Weimarer Klassik.

Näheres zum Autor und Werk, siehe: Schiller bzw. Geisterseher

"Der Geisterseher" (Aus den Papieren des Grafen von O**) ist ein Romanfragment Friedrich Schillers, das in mehreren Fortsetzungen zwischen 1787 und 1789 in der Zeitschrift Thalia erschien und später in drei Buchausgaben veröffentlicht wurde.

Obwohl ein eindeutiger Beweis nicht vorliegt, weiß man seit der 1903 publizierten Studie Adalbert von Hansteins Wie entstand Schillers Geisterseher, dass Vorbild für die unheimliche Figur des „Armeniers“ der italienische Hochstapler und Alchemist Giuseppe Balsamo war, der in Europa als Graf von Cagliostro auftrat und mit Zaubertricks und Geisterbeschwörungen für einiges Aufsehen sorgte. Seine spektakulären Auftritte in hohen Gesellschaftskreisen, die Wirkung, die er mit seinen Kunststücken auf empfängliche Gemüter ausübte, verarbeitete Schiller in den detailliert geschilderten Szenen der Geisterbeschwörung. Cagliostro gelang es, sich bei spiritistischen Séancen immer wieder erfolgreich als Geisterbeschwörer in Szene zu setzen. Schiller hatte in seiner Eigenschaft als Redakteur der Stuttgarter Zeitung "Nachrichten zum Nutzen und Vergnügen" bereits im Jahre 1781 von den seltsamen Begebenheiten des Falles erfahren. In der Ausgabe vom 17. Juli 1781 übernahm und bearbeitete er den eine Woche zuvor in einer anderen Zeitung erschienen Artikel "Calliostro" Später las Schiller, neben einem Aufsatz, das 1787 erschienene Buch "Nachricht von des berühmten Cagliostro Aufenthalt in Mitau" Elisa von der Reckes, in dem der "Graf" als Schwindler entlarvt und sein Treiben aufgedeckt wurde. (aus Wikipedia)

Quote:
Eines Abends, als wir nach Gewohnheit in tiefer Maske und abgesondert auf dem St. Markusplatz spazieren gingen – es fing an, spät zu werden, und das Gedränge hatte sich verloren –, bemerkte der Prinz, daß eine Maske uns überall folgte. Die Maske war ein Armenier und ging allein. Wir beschleunigten unsere Schritte und suchten sie durch öftere Veränderung unseres Weges irre zu machen – umsonst, die Maske blieb immer dicht hinter uns. »Sie haben doch keine Intrige hier gehabt?« sagte endlich der Prinz zu mir. »Die Ehemänner in Venedig sind gefährlich.« – »Ich stehe mit keiner einzigen Dame in Verbindung,« gab ich zur Antwort. – »Wir wollen uns hier niedersetzen und deutsch sprechen,« fuhr er fort. »Ich bilde mir ein, man verkennt uns.« Wir setzten uns auf eine steinerne Bank und erwarteten, daß die Maske vorübergehen sollte. Sie kam gerade auf uns zu und nahm ihren Platz dicht an der Seite des Prinzen. Er zog die Uhr heraus und sagte mir laut auf französisch, indem er aufstand: »neun Uhr vorbei. Kommen Sie. Wir vergessen, daß man uns im »Louvre« erwartet.« Dies sagte er nur, um die Maske von unsrer Spur zu entfernen. »Neun Uhr,« wiederholte sie in eben der Sprache nachdrücklich und langsam. »Wünschen Sie sich Glück, Prinz« (indem sie ihn bei seinem wahren Namen nannte). »Um neun Uhr ist er gestorben.« – Damit stand sie auf und ging.

Wir sahen uns bestürzt an. – »Wer ist gestorben?« sagte endlich der Prinz nach einer langen Stille. – »Lassen Sie uns ihr nachgehen,« sagte ich, »und eine Erklärung fordern.« Wir durchkrochen alle Winkel des Markusplatzes – die Maske war nicht mehr zu finden. Unbefriedigt kehrten wir nach unserm Gasthof zurück. Der Prinz sagte mir unterwegs nicht ein Wort, sondern ging seitwärts und allein und schien einen gewaltsamen Kampf zu kämpfen, wie er mir auch nachher gestanden hat.
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