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Old 03-28-2012, 02:32 PM   #19
brucewelch
"§µ%&Þ=?!©†"
brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.brucewelch ought to be getting tired of karma fortunes by now.
 
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Originally Posted by Divingduck View Post
@ brucewelch, genau so sehe ich es auch.
An einer Stelle wurde geschrieben "...könnte es meinen Kindern nicht zum lesen empfehlen, da die nicht mehr gebräuchliche Schreibweise zu Fehlern führen kann...". Nun, wenn ich Kinder an historische Texte heranführen möchte, ist dies mit einem gewissen erklärenden Aufwand zum zeitlichen Kontext verbunden. Vieles erschließt sich einem erst, wenn man versteht wie damals geschrieben, gesprochen und gedacht wurde bzw. was zu dieser Zeit gerade "in" war. Das ist so ähnlich wie ein Witz von vor 20 Jahre, den heute kein junger Mensch mehr versteht, da er den Kontext nicht kennt.
Wenn es meine Kinder wären, würde ich sie animieren mehr "Fehler" in den Texten zu finden als ich gefunden habe und dies dann mit ihnen besprechen. Das ist für alle Beteiligten spannend und man lernt spielerisch auch noch etwas neues Altes.
Wenn es um Texte "ad Usum Delphini" geht, hat es zu jeder Zeit Eingriffe bis hin zu ungeheurlichen Ausmaßen gegeben. Ich kann mich noch an eine "Lederstrumpf"-Ausgabe erinnern, die mit 500 Seiten zwar Ziegelsteinformat besaß, aber doch von Coopers 5 Bänden mit inges. ca. 2800 Seiten nur einen peinlichen Extrakt bot. So ging und geht das mit allen Abenteuer-Klassikern, auch mit "Robinson Crusoe", "Moby Dick" und sogar "Der Graf von Monte Christo".
Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass es hier um Texte solcher Art geht, sondern um die generelle Lesbarkeit älterer Literation. Von der Zeit der deutschen Klassik an ist der Umgang mit Orthographie und Interpunktion nicht so besonders weit von uns entfernt. Im 18. Jahrhundert sieht das schon anders aus, und die barocke Druckweise dürfte nur etwas für Spezialisten sein. Werke dieser Zeit hat z.B. die Digitale Bibliothek / Zeno.Org dennoch in der zeitgenössischen Gestalt belassen, wohl wissend, dass jede dieser Veränderungen hier schwer zu rechtfertigen sein, jedenfalls keinem fachlichen Urteil standhalten würde.

Last edited by brucewelch; 03-29-2012 at 12:25 PM.
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