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Old 10-11-2011, 05:26 PM   #55
fortwienix
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Ich sehe den Markt für Ebook-Reader hier in Deutschland durchaus noch im Wandel. Auch für Pocketbook ist da vielleicht noch was drin. Grundsätzlich haben Firmen wie Amazon oder Apple einen Vorteil. Sie bieten beides, Hardware und die entsprechende Inhalte. Da kann sowohl Pocketbook als auch z.B. Sony nicht mithalten und werden das wohl auch schwerlich können.
Ein Ebook-Reader wird im klassischen Sinne sicher in allererster Linie zum Lesen von Büchern verwendet. Aber an artverwande Anwendungen kann man ja auch denken, z.B. aktuelle RSS feeds abrufen, direkte Links zu Nachschlagewerken wie der Wikipedia (das hat z.B. der neue Kindle schon), Zeitungsabos mit Pushtechnologie. Das sind jedenfalls Anwendungen die ich mir wünschen würde. Warum z.B. ein Zeitungsabo nicht mit einem Reader im Bundle verkaufen und so auch das Gerät subventionieren. Das funktioniert bei Telefonen ja auch.

Meine Entscheidung damals war auch ein Pocketbook. Durch das offene System (Verwendung von freier Software) war ich der Meinung, die Community kann dazu beitragen das Produkt zu verbessern was es dann noch aktraktiver macht. Zum einen für mich, ich profitiere als Nutzer eines solchen Geräts von den Neuerungen ebenso. Zum anderen zieht das vielleicht neue Käuferschichten an, weil sich der die Einsatzzwecke erweitern. Da meine ich z.B. Verwendung neuer Readersoftware die auf spezielle Lesebedürfnisse eingeht (breiterer Rand, andere Schrifenauswahl, vielleicht Unterstützung neuer Formate), Integration eines Webradios etc. Das sind jetzt nicht unbedingt Eigenschaften, die ich mir wünsche, andere aber vielleicht schon.

Bei Pocketbook scheint von der Idee aber nicht viel angekommen zu sein. Wenn man die Software sieht und die Firmenpolitik verfolgt (was Updates und Support angeht) sägen sie auf dem Ast auf dem sie sitzen. Der Kindle scheint neben seinem aktraktiven Preis noch ein paar weitere gute Eigenschaften zu haben, weshalb er so erfolgreich ist. Zum anderen sind meiner Meinung nach die Pocketbooks mittlerweile einfach zu teuer. Die Konkurrenten bieten da einen ähnlichen Leistungsumfang zu einem geringeren Preis. Die meisten 6Zoll Reader kosten irgendwas um die 150 Euro.
Die Hersteller, die neben den Platzhirschen mitspielen wollen, müssen sich ihrer Stärken und Schwächen bewust sein, und eine Strategie verfolgen. Einfach nur einen Reader mit ein paar Funktionen anbieten reicht halt nicht. Von den momentan angebotenen werden sicher einige wieder vom Markt verschwinden. Außerdem sind Apple und Amazon auch deshalb so erfolgreich, weil sie ein gutes Gespür haben, was im Markt laufen kann und wie man sich von anderen abgrenzen kann. Es ist (gerade bei Apple) sicher nicht nur der Preis, der die tragende Rolle spielt.
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